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Genesis Gebrauchtwagen

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Unsere Genesis Meldungen

Genesis GV60: Das Exterieur

Genesis GV60 erhält drei Motorisierungen, alle mit 77-kWh-Akku

Performance-Version erhält 360 kW und einen Drift Mode
Genesis stellt die Motor-Akku-Kombinationen des GV60 vor. Das Pendant zu Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6 bekommt stets den großen 77-kWh-Akku.
Genesis in: Sollte Genesis anhand dieses Renderings einen Van bauen?

Sollte Genesis anhand dieses Renderings einen Van bauen?

Mal was anderes als immer nur SUVs ...
Genesis hat eine Reihe von SUVs und Limousinen auf den Markt gebracht. Ein Kombi folgt. Doch sollte der Luxus-Ableger von Hyundai auch einen Van bringen?
Genesis G70 Sport (2021) in Mallorca Blue

Genesis G70 (2021) im ersten Fahrbericht: Der G-Faktor

Eine echte Alternative zu BMW 320i und Co.?
Mit einem außerordentlichen Kundenservice kommt Genesis nach Deutschland. Ist die G70 Limousine eine echte Alternative zu A4, 3er und C-Klasse?
Genesis GV70 Sport (2021) in Mauna Red

Genesis GV70 (2021) im Test: Der Kunde ist König

Gelingt der Korea-Angriff auf die deutschen Premium-Marken?
Genesis, die Nobelmarke des Hyundai-Konzerns, startet jetzt auch in Deutschland. Müssen sich Audi, BMW und Mercedes warm anziehen?
Genesis in: Genesis GV60: Das Äquivalent zu Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6

Genesis GV60: Das Äquivalent zu Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6

Optisch erinnert das Elektroauto deutlich an den Kia, wirkt aber etwas sportlicher
Genesis, der Nobelableger von Hyundai präsentiert seine Version eines Elektro-Crossovers auf Basis der Plattform E-GMP. Neu sind die Kamera-Außenspiegel.
Genesis G70 Shooting Brake (2021)

Genesis G70 Shooting Brake (2021) in der ersten Sitzprobe

Muss sich ein BMW 3er Touring jetzt warm anziehen?
Genesis, die Nobelmarke des Hyundai-Konzerns, drängt auf den deutschen Markt. Ein Highlight soll der G70 Shooting Brake sein. Wir saßen schon drin!
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Genesis Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Genesis GV60 erhält drei Motorisierungen, alle mit 77-kWh-Akku

Performance-Version erhält 360 kW und einen Drift Mode

Erstmals vorgestellt hat Genesis seinen GV60 (das Pendant zum Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6) am 19. August. Bei einem Online-Event am gestrigen Mittwoch gab der koreanische Hersteller nun die wichtigsten Daten des Elektro-Crossovers bekannt, darunter auch die Motor-Akku-Kombinationen und die Außenmaße.

Mit nur 4,52 Metern ist der GV60 das kleinste Modell der Drillinge, bei der Höhe liegt er mit 1,58 Metern zwischen dem niedrigeren EV6 (1,55 m) und dem Ioniq 5 (1,61 m). Der Radstand (2,90 m) ist identisch mit dem des EV6 (und 10 cm kürzer als beim Ioniq 5).

Was die Technik angeht, so erhält das Auto stets den gleichen 77-kWh-Akku - also wohl die größere Batterie aus dem EV6. Den vom Ioniq 5 und EV6 bekannten 58-kWh-Akku bietet Genesis offenbar nicht an. Die drei Motorisierungen bestehen aus dem bekannten 168-kWh-Heckantrieb aus dem EV6 sowie zwei Allradversionen mit 234 und 360 kW:

Die Standard-AWD-Version ähnelt dem EV6 Long Range AWD, die Systemleistung ist nur 5 kW geringer. Die Performance-Version dagegen ist mit 320 kW doch deutlich schwächer als der 430 kW starke EV6 GT. Bei Genesis erhöht die Boost-Mode-Taste am Lenkrad für 10 Sekunden die Leistung auf 360 kW. Damit beschleunigt das Fahrzeug in nur 4,0 Sekunden auf 100 km/h. Zum Vergleich: Der EV6 GT braucht nur 3,5 Sekunden. Wie beim EV6 gibt es auch hier einen Drift Mode.

Genesis macht Angaben zur Effizienz in Kilowattstunden pro Kilometer, allerdings ohne Normangabe. Wir haben die Daten in kWh/100 km umgerechnet. Zur Reichweite sagt Genesis nur, dass die Standard-AWD-Version 400 km schaffen soll, was nicht ganz zum Stromverbrauch passt, wonach es nur 350 km sein sollten. Da Genesis ansonsten keine Angaben zur Reichweite macht, haben wir sie kurzerhand aus Stromverbrauch und Akkukapazität berechnet. Mit den (deutlich höheren) WLTP-Reichweiten von Ioniq 5 und EV6 lassen sich die Daten daher nicht vergleichen.

Aufgeladen wird ähnlich wie bei den Schwestermodellen in nur 18 Minuten (10 bis 80 Prozent), vorausgesetzt, man findet eine schnelle Ladesäule. Angaben zur maximalen Ladeleistung macht Genesis nicht, doch sie dürfte wie bei Hyundai und Kia etwa 230 kW betragen. Wie bei Hyundai und Kia wird das bidirektionale Laden unterstützt.

Zu den Highlights des GV60 gehören außerdem die Crystal Sphere, über die wir bereits berichteten. Außerdem erhält offenbar auch die Serienversion Kameras statt Außenspiegeln und Türgriffe, die automatisch ausfahren, wenn man sich mit dem Smart Key nähert.

Wenn der Schlüssel "nicht am Mann ist" (oder an der Frau), kommt die Gesichtserkennung zu Zuge, über die wir ebenfalls bereits berichteten: Man berührt den Türgriff und zeigt der Kamera an der B-Säule sein Gesicht.

Das AWD-Modell verfügt offenbar ähnlich wie die Allradversionen von Ioniq 5 und EV6 über eine mechanische Kupplung, die den E-Motor der Vorderachse abkoppeln kann, um Schleppverluste zu vermeiden - ganz genau geht das allerdings aus der Pressemitteilung nicht hervor:

"The AWD models Disconnector Actuator System (DAS) separates or connects the motor and the drive shaft according to driving conditions. This allows drivers to freely switch between RWD and AWD, minimizing power loss and ensuring efficient driving."

Zu den Preisen und zum Datum der Markteinführung hat sich Genesis noch nicht geäußert.

Im Folgenden sehen Sie das Video von der Veranstaltung. Der Anfang ist eher uninteressant, aber ab etwa 9:50 wird es spannend, denn dann sind die Crystal Sphere, die Fingerabdruck-Erkennung und Face Detect in Aktion zu sehen. Außerdem wird gezeigt, wie Boost- und Drift-Mode aktiviert werden:

Allgemeine technische Daten des Genesis GV60

  • Antrieb: Heck- oder Allradantrieb
  • Systemleistung: 168 kW, 234 kW bzw. 360 kW
  • Akku: 77 kWh
  • Reichweite: k.A.
  • Maße: 4.515 mm Länge / 1.890 mm Breite / 1.580 mm Höhe / 2.900 mm Radstand
  • Kofferraum: 451 Liter (Standard AWD)

Sollte Genesis anhand dieses Renderings einen Van bauen?

Mal was anderes als immer nur SUVs ...

Jetzt und hierzulande noch einen Van auf den Markt zu bringen, scheint angesichts der Verbreitung von SUVs keine gute Idee mehr zu sein. Aber in China ticken die Uhren noch etwas anders und einige Autohersteller haben in der Volksrepublik noch solch praktische Familienfahrzeuge im Programm. Kia und Hyundai haben im Konzern beispielsweise durchgerechnet und deshalb beschlossen, den Carnival zu behalten. Und sogar aufzuwerten ...

Und in Deutschland? Hier gibt es klassische Vans nur noch von Ford, Renault und Seat. Unsere Kollegen von Kolesa haben sich - angesichts der Carnival-Entwicklung - einen neuen schicken Van ausgedacht. Und zwar könnte Hyundais Luxusmarke Genesis doch eine MPV-Behandlung vertragen, um eine hypothetische Alternative zu den SUVs der GV-Reihe des Unternehmens zu schaffen, oder? Es ist unklar, ob der von manchen gehasste Karosseriestil Priorität für die südkoreanische Premiummarke hat, die kürzlich ihr Angebot über Limousinen und SUVs hinaus erweitert hat, indem sie in Europa einen Kombi auf den Markt brachte.

Vielleicht wäre ein elegantes Coupé nach dem Vorbild des atemberaubenden X-Konzepts (oder sogar des älteren Essentia) sinnvoller, um das Image von Genesis als echte Luxusmarke zu stärken.

Nichtsdestotrotz stellt sich das rein spekulative Rendering einen Van mit der Designsprache von Genesis vor. Ein solches Fahrzeug würde wahrscheinlich auf einem bestehenden Hyundai oder Kia basieren und nicht von Grund auf neu entwickelt werden. So wie es Lexus mit dem LM gemacht hat, der im Grunde eine Luxusversion des Toyota Alphard ist. Bei Hyundai wäre so beispielsweise der neue Staria denkbar, der als Pkw-Version und Nfz-Variante am Start ist.

Um die Wahrheit zu sagen ... Genesis hat wohl größere Fische zu fangen. Das Unternehmen will bis 2030 nicht weniger als acht emissionsfreie Modelle auf den Markt bringen, wobei alle Modelle, die ab 2025 auf den erscheinen, eine EV-Version haben sollen. Die Investition in einen Van mit oder ohne Verbrennungsmotor steht wahrscheinlich nicht ganz oben auf der Prio-Liste, aber das Rendering beantwortet eine "Was wäre wenn"-Frage, die sich einige Leute gestellt haben könnten.


Genesis G70 (2021) im ersten Fahrbericht: Der G-Faktor

Eine echte Alternative zu BMW 320i und Co.?

1972, 1975, 1982: Nein, die Rede ist nicht von einem neuen Song der Sportfreunde Stiller. So lange sind Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse respektive ihre Vorgänger schon eine feste Größe in der gehobenen Mittelklasse. Und seit dieser Zeit traten immer wieder neue Rivalen aus Asien auf den Plan, um hierzulande die Dominanz des Trios zu brechen. Erinnern Sie sich noch an den Lexus IS oder den Mazda Xedos 6?

Ambitioniert waren diese Modelle allemal, aber letztlich erfolglos gegen die Deutschen und deren Leasing-Macht im wichtigen Flottenmarkt. Jetzt wagt Genesis, die Nobelmarke von Hyundai, einen neuen Anlauf. In den USA und Südkorea schon länger präsent, hat man vor allem Privatkunden im Visier und setzt auf eine besondere Taktik.

Was ist das?

Polemisch formuliert: Die deutschen Platzhirsche bringen ihre Autos zehntausendfach unters Volk, doch der einzelne Kunde ist ihnen egal. Bei diesem Punkt setzt Genesis an: Hier wird das Wunschfahrzeug zur Probefahrt vor die Haustür geliefert, nach dem Kauf gibt es einen persönlichen Assistenten, der den Wagen zur jährlichen Inspektion (fünf sind inklusive) holt und wieder bringt. Einen Ersatzwagen hat er dabei. Arrogante Autohäuser? Fehlanzeige: Es gibt einen Schauraum in München, bestellt und bezahlt wird stets online. Und das Fahrzeug natürlich vorbeigebracht ...

Lange Rede, kurzer Sinn: Los geht es in Westeuropa zunächst mit dem ganz neuen SUV GV70 und dem seit 2017 existenten G70, der frisch überarbeitet wurde und um eine nur für Europa entwickelte Shooting-Brake-Version ergänzt ist. Hier erfahren Sie Details zu dem schicken Kombi.

Hier und jetzt konnte ich aber zunächst "nur" die Limousine fahren. Sie ist 4,68 Meter lang, also auf BMW-3er-Niveau. Die Plattform und Motoren teilt sich der G70 übrigens mit dem Kia Stinger. Optisch hat man dem G70 nun die Genesis-typische Frontpartie mit zwei Leuchtstreifen und dem großen Wappen-Grill verpasst. Das kann sich mehr als sehen lassen, insbesondere als Sport-Variante in "Mallorca Blue" (siehe Fotos) schaut die Limousine fabelhaft aus.

Abmessungen und Innenraum

Leider hat Schönheit wie so oft ihren Preis: Trotz 2,83 Meter Radstand ist die Beinfreiheit im Fond nur mittelprächtig und über dem Scheitel zwickt die schicke Dachlinie. Jedoch sind die deutschen Limousinen-Rivalen hier auch keine Raumfähren. Mäßige 330 Liter Gepäck passen ins Heck des Stufenheck-G70, wer Platz braucht, sollte sich auf den Shooting Brake gedulden.

Auf den vorderen Plätzen gibt es keinen Grund zur Klage. Man blickt hier auf ein übersichtliches Cockpit, bei dem Genesis um Hochwertigkeit bemüht ist, etwa durch optionales Nappaleder. Ich würde sagen: Gut, aber nicht ganz so geil (sorry!) wie im GV70.

Hier spielt auch das Alter des G70 eine Rolle, welches im Gegenzug für eine prima Bedienung sorgt. Ein echter T-Wählhebel für die serienmäßige Achtgang-Automatik plus große Tasten in der Mittelkonsole. Als Seitenhieb gegen 3er und C-Klasse sei noch angemerkt, dass der G70 klar ablesbare Digitalinstrumente und einen schön integrierten, maßvoll bemessenen Touchscreen hat.

Wie fährt er sich?

Zum Marktstart gibt es für den G70 einen 2,2-Liter-Diesel mit 147 kW (200 PS) und 440 Newtonmeter Drehmoment. Oder wahlweise einen 2,0-Liter-Turbobenziner mit 180 kW (245 PS) und 353 Newtonmeter. Dem Basismodell vorbehalten ist der schwächere Zweiliter-Benziner mit "nur" 197 PS, aber auch 353 Nm Drehmoment. Er ist 2,7 Sekunden langsamer als sein stärkerer Bruder, aber mit 8,8 Sekunden auf 100 km/h immer noch flott. Im Angebot ist er nur mit Hinterradantrieb, der große Benziner und der Diesel optional auch mit Allrad.

Für meine Testrunde wähle ich die 245-PS-Maschine. Ein flotter Otto, der gut mit der Automatik harmoniert. Besonders auffallend bei Tempo 120: Der Motor ist dank exzellenter Dämmung kaum zu hören. So ist eine geräuschdämmende Frontscheibe serienmäßig. Generell fühlt sich er G70 im Vergleich zum schwereren GV70 viel direkter an, sei es bei der Lenkung oder dem Ansprechverhalten. Als angenehm empfand ich persönlich das Abrollverhalten der 18-Zoll-Bereifung.

Was kostet er?

Beim Verbrauch notierte ich mir 9,1 Liter im Schnitt bei nicht übertrieben sparsamer Fahrweise. Das deckt sich recht gut mit der WLTP-Werksangabe von Genesis: Sie reicht von 8,0 bis 8,9 Liter auf 100 Kilometer. Und was kostet einen nun dieser Kraftwagen? 39.100 Euro für den Basis-Benziner, ab 41.500 Euro für den Diesel. Der stärkere Benziner beginnt bei 47.610 Euro, dann aber bereits in einer höheren Ausstattung.

Bereits die Basisvariante des G70 bietet viele serienmäßige Annehmlichkeiten. Rund 10.000 Euro an Extras stehen in der Preisliste, der große Benziner läge dann bei knapp unter 58.000 Euro. Zum Vergleich: Ein BMW 320i mit 184 PS startet bei 42.150 Euro, ausstattungsbereinigt kommt man der 47.000-Euro-Marke nahe.

Fazit: 7,5/10

Die Genesis G70 Limousine ist eine gelungene Alternative zu den deutschen Platzhirschen. Gewiss, sie ist nicht brandneu, im Gegenzug aber bei der Bedienung ohne Rätsel. Privatkunden, die sich durch Design von der Masse abheben wollen oder mit dem Service bei deutschen Marken unzufrieden sind, sollten ein Auge auf den G70 werfen. Beim Preis und den inbegriffenen Zusatzleistungen setzt Genesis ein Ausrufezeichen, ebenso bei der Optik.


Genesis GV70 (2021) im Test: Der Kunde ist König

Gelingt der Korea-Angriff auf die deutschen Premium-Marken?

Namen sind Schall und Rauch. Das wusste so ähnlich schon Goethe in seinem "Faust". Aber wenn es um neue Marken geht, muss die Öffentlichkeit beschallt werden. Kennen Sie Genesis? Also nicht die Kapelle um Phil Collins, sondern die neue Nobelmarke des Hyundai-Konzerns. Dort bläst man nun zum Sturm auf den umkämpften Automarkt in Westeuropa, speziell in Deutschland. Ob das erfolgreich sein kann, klärt unser erster Test des Genesis GV70.

Was ist das?

Doch zuvor müssen wir uns ein wenig in den Genesis-Stammbaum vertiefen. 2015 gegründet, ist die Marke in Ländern wie Südkorea oder den USA schon länger recht erfolgreich unterwegs. Zu uns kommt sie gleich mit mehreren Modellen. G steht dabei für Limousinen und Kombis, GV für SUVs. Je höher die nachfolgende Zahl, desto größer ist das Fahrzeug.

Los geht es für 2021 mit der G70 Limousine und dem speziell für Europa entwickelten G70 Shooting Brake. Diese Baureihe im Format eines BMW 3er gibt es schon seit 2017, der Shooting Brake ist komplett neu. Gleiches gilt für den GV70, der größenmäßig mit dem BMW X3 konkurriert. Darüber rangieren die ebenfalls ziemlich neuen G80 (quasi 5er-BMW) und GV80 (quasi X5). 2022 folgen das Elektro-SUV GV60 auf Basis des Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6 sowie ein komplett elektrischer G80. Alles klar?

Abmessungen und Innenraum

Mit der G70 Limousine befassen wir uns in einem separaten Fahrbericht, hier und heute geht es um den GV70. 4,71 Meter ist dieses SUV lang, eine Liga also wie Audi Q5, BMW X3 und Mercedes GLC. Aber im Gegensatz zu diesem Trio sieht er wirklich fantastisch aus. Ein großer Wappengrill, zudem vorne wie hinten sehr eigenständige Leuchten in zwei Streifen. Respekt!

2,87 Meter Radstand sorgen für formidable Platzverhältnisse, 542 Liter Kofferraum im Normalzustand sind ebenfalls ein "gut" im Zeugnis. Herausragend ist das überaus gelungene Cockpit mit Verarbeitung und Materialien der Spitzenklasse. Viel Leder, dazu fasst sich alles wie Metall an, was danach aussieht. Das können deutsche Marken nicht besser, manchmal sogar fühlbar schlechter.

Ein weiterer Pluspunkt gegenüber manch derzeitiger digitaler Displaywüste: Der Genesis GV70 ist leicht bedienbar und stellt den Fahrer nicht vor eine Diplomarbeit. Einziger kleiner Minuspunkt sind die beiden Drehregler für das Infotainment und die Getriebeautomatik. Sie kann man manchmal verwechseln. Dennoch: Einen so schönen Innenraum habe ich lange nicht mehr gesehen. Es muss ja nicht unbedingt das knallige rote Leder der Sport-Ausstattung von den Bildern sein.

Wie fährt er sich?

Kommen wir zu den Motoren des GV70. Zur Wahl stehen hier ausschließlich Vierzylinder: ein 2,2-Liter-Diesel mit 210 PS Leistung und ein 2,5-Liter-Turbobenziner mit 304 PS. Immer dabei ist eine 8-Gang-Automatik. Meine Entscheidung fällt auf den Selbstzünder, der hierzulande auch am populärsten werden dürfte.

Seine 440 Newtonmeter maximales Drehmoment treffen auf ziemlich genau zwei Tonnen Leergewicht. Und das merkt man beim Anfahren, wo der GV70 ein wenig träge in die Puschen kommt. Danach zieht das SUV aber anständig vorwärts (Allrad ist serienmäßig). 7,9 Sekunden auf Tempo 100 sind okay, nur 6,3 Sekunden werden von 80 auf 120 km/h benötigt. Besser macht es ein BMW X3 xDrive20d auch nicht. Für meinen Geschmack könnte lediglich die Automatik des Genesis eine Spur flotter agieren.

Fest steht: Trotz einer Sports-Ausstattung im Modellprogramm hat der GV70 keine sportlichen Ambitionen. Aber warum auch? Komfort wird groß geschrieben, sofern man nicht die 21-Zöller (Serie bei "Luxury") wählt. Sie schmälern auf kurzen Wellen das ansonsten gute Abrollverhalten.

Verbrauch und Preis

Was sagt der Verbrauch nach meiner 133 Kilometer langen Testrunde? Inklusive einiger forcierter Kilometer auf der Autobahn zeigt mir der Bordcomputer einen Schnitt von 8,7 Liter an. Genesis selbst nennt 7,4 Liter, um acht Liter dürften im Alltag realistisch sein.

Die große Stunde aller Genesis-Fahrzeuge schlägt beim Preis und den inkludierten Leistungen. Man hat eher Privatkunden im Blick, weshalb es keine Extrem-Leasingraten wie bei deutschen Herstellern geben wird. Im Gegenzug aber sind ein persönlicher Assistent, fünf Inspektionen mit Hol- und Bringservice und Ersatzwagen bei jedem Genesis inbegriffen.

Autohäuser, in denen man unfreundlich oder wie Luft behandelt wird, gibt es nicht, nur einen Showroom in München. Wer eine Probefahrt machen möchte, bekommt nach Anruf einen Genesis vor die Haustür gebracht. Die Bestellung und Kaufabwicklung erfolgt online. Vorkonfigurierte Wagen sind recht schnell erhältlich, individuelle Konfigurationen können 4 bis 6 Monate bis zur Auslieferung brauchen. Gebaut wird der GV70 in Ulsan/Südkorea.

Der Kunde ist also König. Sind die Preise auch königlich? Zum Glück nicht: Der GV70 Diesel startet bei 45.920 Euro mit bereits sehr guter Serienausstattung. Mit "voller Hütte" stehen fast genau 63.000 Euro auf der Rechnung. Zum Vergleich: Mindestens 53.700 Euro ruft BMW für einen vergleichbaren X3 auf, mit vielen Extras ist die Marke von 70.000 Euro nicht fern.

Fazit: 8/10

Das beste SUV seiner Klasse ist der Genesis GV70 nicht. Dafür fehlt es ihm etwas an Direktheit und Motorenauswahl. Aber er ist einer der bestaussehenden Kandidaten und mit einer Liebe zum Detail im Innenraum gefertigt, die mir als Kunden das Gefühl gibt, König zu sein.

Gleiches gilt für die unzähligen im Preis inbegriffenen Serviceleistungen. Deshalb können wir jedem Audi/BMW/Mercedes-Kunden nur raten: Gönnen Sie sich mal Genesis! Und wer Angst hinsichtlich des Restwerts hat: Es gibt bei Genesis auch eine Art Auto-Flatrate mit zeitlicher Begrenzung im Programm.


Genesis GV60: Das Äquivalent zu Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6

Optisch erinnert das Elektroauto deutlich an den Kia, wirkt aber etwas sportlicher

Vor einigen Monaten versprach Genesis, im laufenden Jahr gleich drei neue Elektroautos auf den Markt zu bringen, und zwar auch zu uns nach Europa. Nach dem G80 Electrified stellt die Marke nun den GV60 vor.

Der neue Elektro-Crossover erinnert optisch deutlich an den Kia EV6 und basiert auch auf der gleichen Plattform namens Electric Global Modular Platform (E-GMP). Vor allem die rundlichen Formen ähneln deutlich mehr dem Design des Kia als dem kantigen Hyundai Ioniq 5, dem dritten Modell auf E-GMP-Basis.

Auf den nun veröffentlichten, ersten Bildern wirkt der Genesis seitlich etwas gedrungener als der Kia, aber am Heck auch deutlich sportlicher. Dazu trägt die coupéhafte Form der C-Säule mit dem markanten Chrom-Zacken bei, aber auch der schwarze Spoiler am Heck.

Die Rückleuchten sind wie die Scheinwerfer jeweils in einen oberen und einen unteren Part geteilt. Der gesamte untere Teil der Karosserie, inklusive der Radhäuser, wird von grauen Komponenten geschützt, womit der Crossover neben Coupé-Elementen auch etwas SUV-Flair bekommt.

Die Außenspiegel sind hier als Kameras ausgeführt - ob serienmäßig oder wie beim Audi e-tron optional, teilt Genesis noch nicht mit. Die dazugehörigen Displays im Innenraum sitzen auf den Türinnenverkleidungen:

Abgesehen von den Außenspiegel-Displays ähnelt das Cockpit ebenfalls dem des Kia EV6. Ein Unterschied sind aber noch die noble Lederausstattung (auf den Bildern in Blau) mit Kontrastnähten. Zur gelbgrünen Farbe der Nähte passt der Knopf rechts unten an der Lenkradspeiche, mit dem man einen Boost-Modus wählen kann - eine weitere Neuheit.

Eine weitere Besonderheit ist der Getriebewahlknopf in der Mittelkonsole, die "Crystal Sphere", offenbar ein halbrunder Drehknopf in Kristalloptik, der von innen beleuchtet wird, was im Dunklen zu einem hübschen Optik-Effekt führen dürfte.

Zu Antrieben, Akkus, Maßen und Preisen macht Genesis noch keine Angaben. Man darf davon ausgehen, dass man sich aus dem E-GMP-Baukasten bedienen wird.

Mehr Infos und Detailfotos vom Genesis GV60 finden Sie auf unserem Elektroauto-Portal InsideEvs.de.


Genesis G70 Shooting Brake (2021) in der ersten Sitzprobe

Muss sich ein BMW 3er Touring jetzt warm anziehen?

Sein Name ist G70. G70 Shooting Brake. Beim Anblick des wohl hübschesten Genesis muss ich spontan an James Bond 007 denken. Und nicht nur, weil die Lackierung "Bond Silber" getauft wurde. Heute darf ich den Kombi persönlich in Augenschein nehmen. Kann er den deutschen Platzhirschen gefährlich werden?

Oh Pardon, sagte ich "Kombi"? Das böse K-Wort mag irgendwie so gut wie kein Autohersteller in den Mund nehmen. Nur Skoda schreibt "Combi" ans Heck, ansonsten sollen Touring, Variant, Sports Tourer, Turnier und so weiter und so fort den Nutzwertaspekt modern verpacken. Oder man ändert gleich die Verpackung an sich: Der letzte Schrei sind sogenannte "Shooting Brakes", die mehr schick als praktisch sein wollen.

Genau so ein Design bringt nun Genesis an den Start. Moment mal, die frühere Kapelle um Phil Collins? Natürlich nicht. Mit diesem Namen bezeichnet Hyundai bereits seit vielen Jahren seine besonders noblen Modelle. Jetzt wurde Genesis zu einer eigenen Marke befördert und soll in Deutschland durchstarten.

Im Angebot sind zunächst die G80 Limousine und das große SUV GV80 (hier geht es zum Fahrbericht) im Format BMW 5er und X5. Bald folgen der G70 und der GV70, wenn also ein V im Spiel ist, handelt es sich um ein SUV. Diese 70er-Reihe hat das Format von BMW 3er und X3, um Ihnen eine Orientierung zu geben. Genesis will aber nicht den Fehler von Infiniti wiederholen und weiß, dass man in Europa auch einen Kombi braucht. Oder eben so etwas Ähnliches.

Hier kommt als fünftes Genesis-Modell der G70 Shooting Brake ins Spiel, vor dem ich stehe. Er wurde als erster Genesis speziell für den europäischen Markt entwickelt. Weil sich die Marke Genesis stark über das Design definiert, hat sich Luc Donckerwolke, einst bei Audi, Bentley, Lamborghini tätig, mächtig ins Zeug gelegt.

Gewisse Bentley-Einflüsse zeigen sich an der Frontpartie mit dem großen Gittergrill. Allerdings wirkt der Wagen nicht aggressiv wie diverse deutsche Mitbewerber. Ja, er glitzert und funkelt. Aber eher wie Karl Lagerfeld und nicht wie ein Gangsta-Rapper.

Weitere Details des Fotofahrzeugs: Schwarz und Burgunder innen, 18-Zoll-Felgen, Luxury Line. Sonnendach. Und auch innen erinnert der erste Eindruck an Bentley. Das meiste Metall fühlt sich auch so an, hinzu kommt tadellos verarbeitetes Leder. Manch deutsche Marke war vor 10 Jahren auf diesem Premium-Niveau, heute nicht mehr.

Die Kopffreiheit ist auf allen Plätzen ausreichend, lediglich das Glasdach knapst vorne ein wenig über dem Scheitel ab. Anders formuliert: Der G70 Shooting Brake ist keine Turnhalle wie ein Skoda Kodiaq, aber ein gemütliches Nobelrestaurant.

Nun werden Sie sagen: Der Hildebrandt hat recht, der Wagen ist schön anzusehen. Aber was ist mit den inneren Werten? Fakten auf den Tisch! Kein Problem, werter Leser. Der G70 Shooting Brake hat die gleiche Größe wie der neue G70, ist 4.685 mm lang, 1.850 mm breit und 1.400 mm hoch und hat einen Radstand von 2.835 mm.

465 bis 1.535 Liter passen ins Heck. Auffällig ist die zweite Heckscheibe als eine Art Dachverlängerung. Der Gepäckraum ist somit 40 Prozent größer als bei der G70-Limousine und die Rücksitze können im vielseitigen 4:2:4-Format umgeklappt werden. Zum Vergleich: 505 bis 1.370 Liter sind es beim längeren Mercedes CLA Shooting Brake, 500 bis 1.510 beim BMW 3er Touring.

Zu den Motoren: Auf Plug-in-Hybride wird im kombinösen G70 SB vorerst verzichtet. Zum Marktstart, der noch 2021 erfolgen soll, gibt es einen 2,2-Liter-Diesel mit 147 kW (200 PS) und 440 Newtonmeter Drehmoment. Oder wahlweise einen 2,0-Liter-Turbobenziner mit 180 kW (245 PS) und 353 Newtonmeter. Stets an Bord ist eine Achtgang-Automatik, bei beiden Aggregaten ist Hinterradantrieb Standard, aber Allrad als Option lieferbar.

An Sicherheitsassistenten mangelt es im G70 Shooting Brake nicht, ebenso gibt es zur Airbag-Armada auch Luftsäcke für Becken und Knie. Kunden haben die Wahl zwischen "Premium", "Luxus" und "Sport" als Ausstattungsvarianten, exakte Preise werden noch kommuniziert. Sagen wir es mal so: Ein BMW 330i Touring mit 258 PS startet bei 48.300 Euro, dann ist beim G70 Shooting Brake aber schon ordentlich was an Serienausstattung drin.

Und nicht nur das. Bei Genesis ist immer der sogenannte "5-Jahres-Serviceplan" inklusive. Bedeutet: Service, Abholung im geschlossenen Transporter, Pannendienst, Austauschfahrzeug (das bringt der Transporter), Karten- und OTA-Updates, Garantie. Und als Schmankerl ein "Personal Assistent", den man auch am Wochenende kontaktieren kann.

Der Kunde ist also König. Und die Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland kommt im schicken Gewand. Der "Visible Touch" (um einen Song von der Band Genesis etwas abzuändern) vermag jedenfalls zu überzeugen.

Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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