Genesis GV60: Das kostet das Facelift in Deutschland (Update)

Elektro-SUV erhält durchgehenden Monitor und die neue 84-kWh-Batterie

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

Update vom 5. September 2025: Genesis öffnet heute die Auftragsbücher für den frisch überarbeiteten GV60. Er ist hierzulande ab sofort für 53.500 Euro in der Basisausstattung bestellbar. Die Variante GV60 Sport (ab 63.400 Euro) ist zusätzlich mit einem Allradantrieb ausgestattet, der noch mehr Leistung und ein verbessertes Handling liefert.

Der überarbeitete Antriebsstrang besteht aus einem 160 kW (218 PS) starken Elektromotor an der Hinterachse sowie einem 74 kW (101 PS) starken Elektromotor an der Vorderachse. Der GV60 Sport beschleunigt in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und kombiniert Dynamik und optimale Effizienz mit einer kombinierten WLTP-Reichweite von bis zu 512 Kilometern.

Noch mehr Leistung erhalten Kunden mit der Ausstattungsvariante GV60 Sport+ (ab 73.300 Euro), die jeweils über einen 180 kW (245 PS) starken Elektromotor an Vorder- und Hinterachse verfügt. Neben einem exklusiven Drift Mode verfügt der GV60 Sport+ auch über das Virtual Gear Shift (VGS) System mit virtuellen Gangwechseln.

Genesis GV60 Facelift (2025)

Originalmeldung vom 6. Januar 2025: Der Hyundai Ioniq 5 erhielt schon ein Facelift, der Kia EV6 ebenfalls, und nun ist der Genesis GV60 dran. In Korea startet die neue Version im ersten Quartal 2025, Deutschland dürfte bald folgen. 

Der Genesis GV60 ist mit 4,52 Meter Länge und 1,58 m Höhe das kleinste der drei Korea-SUVs - der Ioniq 5 misst 4,66 m, der EV6 sogar 4,79 m. Anders als bei den Schwestermodellen wird beim GV60 nur die größte Batterie angeboten: 77,4 kWh brutto oder etwa 74 kWh netto. Die Antriebspalette beginnt beim 168-kW-Hecktriebler, der von Hyundai und Kia bekannt ist. Außerdem gibt es einen 234-kW-Allradler (vorne 74 kW, hinten 160 kW) und ein 360 kW starkes Topmodell mit zwei 180-kW-Motoren.

Möglicherweise kommt jetzt ein "Magma"-Modell hinzu, das ähnlich viel oder sogar mehr Leistung haben könnte als die 478 kW des Ioniq 5 N und EV6 GT. Es wäre auch plausibel, dass das neue Sportmodell die simulierten Gangwechsel übernimmt. Der 77-kWh-Akku dürfte wie bei Hyundai und Kia durch die 84-kWh-Batterie (ca. 80 kWh netto) ersetzt werden. Das dürfte die Maximal-Reichweite von bisher 517 auf über 550 km heben. Offiziell wird allerdings zu den technischen Änderungen noch nichts verraten.

Optisch erhält der GV60 einen neuen Stoßfänger, andere Scheinwerfer und modifizierte Räder. Vorne gibt es eine stärker dreidimensional gestaltete Schürze. Der große vordere Lufteinlass läuft unten nicht mehr spitz zu, sondern endet mit einer waagerechten Linie, was das Modell optisch satter auf der Straße stehen lässt. 

Die Scheinwerfer werden mit einer "Micro Lens Array"-Technologie (MLA) ausgestattet. Den Bildern nach besteht die Lichtsignatur nun aus mehr Pünktchen, die dafür aber kleiner ausfallen. Seitlich sind die Radlaufverkleidungen jetzt nicht mehr schwarz, sondern in Wagenfarbe gehalten. Dazu erhält das überarbeitete Modell neue 21-Zoll-Räder im Fünfspeichen-Design. Und am Heck wird die bislang graue Schürze nun in Wagenfarbe ausgeliefert: 

Innen bleibt es bei der Crystal Sphere, dem kugelförmigen Getriebe-Wähler. Neu ist aber, dass die beiden Displays nicht mehr durch eine Blende getrennt werden; künftig sieht es so aus, als hätte man einen 27-Zoll-Monitor. Außerdem wird das Zwei-Speichen-Lenkrad durch eines mit drei Speichen ersetzt:

Technische Daten und die Preise für Korea sollen demnächst bekannt gegeben werden. Wann die deutsche Version startet und was sie kosten wird, bleibt jedoch offen. Bisher gibt es den Genesis GV60 ab 54.680 Euro. Zum Vergleich: Den gleich motorisierten EV6 gibt es ab 49.990 Euro, den entsprechenden Ioniq 5 ab 51.650 Euro. 

Unter dem Strich

Der Genesis GV60 ist das teuerste und nobelste Modell im koreanischen SUV-Trio. Die deutschen Verkaufszahlen sind minimal: Von Januar bis November 2024 wurden nur 107 Stück neu zugelassen; beim EV6 fast 5.000 Stück und vom Ioniq 5 sogar über 7.000 Autos.

Auch wenn man alle bis November verkauften Genesis-Modelle inklusive der Verbrenner zusammenrechnet, kommt man nicht mal auf 1.000 Stück. Das ist schon arg wenig. Der Grund ist altbekannt: Bei Premiummarken denkt man in Deutschland an Porsche, Mercedes, BMW und Audi, aber nicht an Importeursmarken. Da helfen offenbar auch nette Gimmicks wie die Crystal Sphere oder die Gesichtserkennung nicht ...  

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Autor: Stefan Leichsenring