Das erste Elektroauto von Ferrari heißt Luce, was das italienische Wort für Licht ist. Außerdem zeigt Ferrari einige Interieur-Details wie das Lenkrad, die Instrumente, die Sitze sowie Schalter und Knöpfe. Das Exterieur soll dann im Mai 2026 enthüllt werden.
Die Entwicklungsziele wurden vom Ferrari Styling Centre unter der Leitung von Flavio Manzoni vorgegeben, das Design dann aber gemeinsam mit der kalifornischen Kreativwerkstatt LoveFrom entwickelt. Der Innenraum sollte möglichst einfach sein, um eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre zu schaffen.
Großer Wert wurde auf physische Bedienelemente, Übersichtlichkeit und intuitive Bedienung gelegt. So gibt es im Cockpit des Ferrari Luce keine großen Touchscreens. Stattdessen zeigen die Bilder drei Rundinstrumente hinter dem Lenkrad und einen relativ kleinen, fast quadratischen Monitor in der Mitte mit abgerundeten Ecken.
Gestartet wird das System mithilfe eines "Schlüssels" mit einem E-Ink-Display. Diesen Schlüssel setzt man in eine Halterung ein. Daraufhin wechselt die Farbe des Schlüssels von Gelb zu Schwarz. Bedienfeld und Instrumente leuchten auf.
Das Kombiinstrument besteht aus zwei OLED-Displays hintereinander. Drei große Aussparungen im vorderen Display zeigen die Informationen des hinteren Displays und sorgen so für visuelle Tiefe. Jede Öffnung ist durch eine Glaslinse geschützt, was den Eindruck klassischer Instrumente verstärkt, obwohl es sich, wie gesagt, um Display-Anzeigen handelt. Weitere Besonderheit: Die Instrumente bewegen sich beim Lenken mit.
Das mittig integrierte "Bedienfeld" ist kugelgelagert, sodass es wahlweise zum Fahrer- oder Beifahrersitz ausgerichtet werden kann. Eine Handballenauflage darunter erleichtert die Bedienung. Rechts oben ist der "Multigraph" integriert, eine Analoguhr, die tatsächlich noch ein Uhrwerk besitzt - mit drei unabhängigen Motoren, welche die Zeiger bewegen. Ansonsten wird die Fläche für ein Display mit vier Modi genutzt: Uhr, Chronograph, Kompass und Launch Control. Darunter gibt es wieder physische Bedienelemente für Sitzheizung und -belüftung sowie die Klimasteuerung.
Der Getriebewahlhebel mit den Modi P, N, R und D befindet sich in einer waagerechten Mittelkonsole. Daneben prangt das springende Pferd aus dem Markenlogo, darunter befinden sich Schalter für die Fensterheber sowie zum Öffnen des Kofferraums und für die Türentriegelung.
Für das Lenkrad wählte man eine Dreispeichenform, die zur Ferrari-Tradition passt. Dabei bestehen die Speichen aus unverkleidetem Aluminium. Hinter dem Lenkrad gibt es zwei große Paddles, während auf den waagerechten Speichen Pfeiltasten zu sehen sind. Darunter gibt es jeweils ein dreieckiges Bedienfeld. Rechts lässt sich das Auto auf verschiedene Fahrbahneigenschaften wie Ice, Wet oder Dry einstellen, außerdem das Fahrwerk und die Scheibenwischer, links werden der Abstandstempomat und diverse Fahrmodi (Range/Tour/Perfo) aktiviert.
Offenbar handelt es sich bei dem neuen Elektro-Ferrari nicht um einen Zweisitzer, denn es gibt auch ein Display für die Fondpassagiere.
Unter dem Strich
Zu Antrieb und Akku seines Elektroautos hat Ferrari schon im Oktober einiges verraten. So gibt es an jeder Achse zwei Permanentmagnetmotoren (PSMs), die vorne 210 kW, hinten 620 kW bieten. So ergibt sich eine Systemleistung von über 1.000 PS (735 kW). Die Batterie hat 122 kWh brutto. Sie arbeitet mit 800 Volt Spannung und ermöglicht Ladeleistungen bis zu 350 kW. Nun wissen wir auch den Namen des Modells: Es wird nicht Elettrica heißen, sondern Luce. Und wir wissen auch schon ungefähr, wie das Cockpit aussehen wird.








