Tatsächlicher Verbrauch: Citroën C5 Aircross Hybrid 145 im Test

Wie viel verbraucht der 145 PS starke Mildhybrid-Benziner im realen Verkehr?

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

Der Citroën C5 Aircross ist komplett neu: Gegenüber dem alten Modell ist er gewachsen, hat die Plattform gewechselt und nun auch als Elektroauto erhältlich. Für meinen Verbrauchstest habe ich jedoch die Mildhybrid-Variante gewählt: den elektrifizierten 1,2-Liter-Benziner mit 145 PS, Frontantrieb und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe.

Das 4,65 Meter lange und über 1,5 Tonnen schwere SUV habe ich auf meiner 360 km langen Standard-Teststrecke von Rom ins norditalienische Forlì gefahren. Dabei ergab sich ein hervorragender Durchschnittsverbrauch von 4,65 Liter/100 km. Für das Benzin entstanden Kosten von 27,77 Euro.

Spitzenverbrauch für diese Klasse

Vergleichen wir mit anderen, ähnlich positionierten Kompakt-SUVs mit Mildhybrid-Antrieb, die wir bereits getestet haben. Dabei zeigt sich, dass der Citroën C5 Aircross zu den Besten zählt - gleichauf mit dem Schwestermodell Peugeot 3008 Hybrid 136 e-DCS6 Allure (ebenfalls 4,65 Liter/100 km) und vor dem Dacia Bigster mild hybrid 130 4x4 (4,75 Liter/100 km), dem Alfa Romeo Tonale 1.5 Hybrid 160 TCT (5,00 Liter), dem Renault Austral mild hybrid 160 Auto (5,25 Liter) und dem Nissan X-Trail Mild Hybrid 2WD (5,30 Liter).

In der Praxis war nur der Opel Grandland Hybrid 145cv EDCT (4,60 Liter) minimal sparsamer als unser C5 Aircross. Er teilt sich mit dem Citroën die STLA-Medium-Plattform und besitzt den gleichen 1,2-Liter-Mildhybrid-Antrieb.

Solide, geräumig und typischer Citroën-Stil

Das von mir getestete Auto war ein italienischer Citroën C5 Aircross Hybrid 145 in der Topversion Max. Serienmäßig sind hier unter anderem 19-Zoll-Leichtmetallräder, Matrix-LED-Scheinwerfer, abgedunkelte Scheiben, eine elektrisch bediente Heckklappe, ein 10-Zoll-Instrumentendisplay, ein 13-Zoll-Touchscreen, ein Head-up-Display, Keyless Entry & Start, eine Zweizonen-Klimaautomatik, eine Lenkradheizung, Parkpiepser vorn und hinten sowie ein Rundumsicht-System.

Die einzigen Extras an Bord waren der Metallic-Lack in Astoria Green, ein Dach in schwarzer Kontrastlackierung und das elektrisch zu öffnende Glasdach. Damit steigt der italienische Listenpreis auf 42.540 Euro. Dafür bekommt man ein großes, komfortables und vom Platzangebot her familientaugliches Auto. Die Verarbeitung ist ordentlich, die technische Ausstattung gut. Es gibt auch mehrere eigenständige Design-Details, wie ich es von einem Citroën erwarte. Der 145-PS-Motor und das Doppelkupplungsgetriebe passen gut, sind aber nichts für sportliche Ambitionen.

Mit einer Tankfüllung mindestens 800 km

In den häufigsten Verkehrssituationen erwies sich der C5 Aircross als ebenfalls sehr effizient. Das gilt  vor allem auf gemischten Strecken in und außerhalb der Stadt. Auch auf der (italienischen) Autobahn blieb der Verbrauch in mehr als akzeptablem Rahmen.

Der 55-Liter-Tank sorgt durchweg für hohe Reichweiten. In meinen Tests waren (errechnete) 800 km die untere Grenze. Mit deutlich sparsamerer Fahrweise und auf idealen Landstraßen müsste man sogar knapp 1.500 km pro Tankfüllung schaffen.

Verbrauch in verschiedenen Verkehrssituationen

  • Stadt-Umland-Mix: 5,7 Liter/100 km
    962 km theoretische Reichweite
  • (Italienische) Autobahn: 6,5 Liter/100 km
    841 km theoretische Reichweite
  • Spritspartest: 3,6 Liter/100 km
    1.523 km theoretische Reichweite

Aus dem offiziellen Datenblatt

  Citroën C5 Aircross Hybrid 145 PS Max
Antrieb Hybrid (Benzin, 1.199 cm³)
Leistung 145 PS
CO2-Emissionen (WLTP) 122 g/km
Abgasnorm Euro 6E-BIS

Daten des Testfahrzeugs

Fahrzeug: Citroën C5 Aircross 145 Hybrid Max
Basis-Listenpreis in Italien: 39.990 Euro
Testdatum: 26. Januar 2026
Wetter (Start/Ziel): Bewölkt, 12 Grad / Bewölkt, 7 Grad
Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Abschnitt Rom-Forlì: 78 km/h
Reifen: Michelin e.Primacy - 225/55 R19 103V XL (EU-Label: A, B, 70 dB)

Verbrauch und Kosten

Bordcomputer: 4,6 Liter/100 km
An der Zapfsäule: 4,7 Liter/100 km
Mittel aus diesen Werten: 4,65 Liter/100 km
Kraftstoffpreis: 1,659 Euro/Liter (Benzin) 
Kosten: 27,77 Euro

Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht.

Und so ermitteln wir den Verbrauch

Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.

Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).

Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.

Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.

© Motor1.com
Autor: Fabio Gemelli