Cupra Tavascan (2026): Neues Interieur und 140-kW-Basisversion

Das Elektro-SUV erhält ein Update mit neuem Bediensystem, größerem Instrumentendisplay, One-Pedal-Driving sowie neuen Lenkradtasten.

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

Cupra spendiert dem Tavascan ein Update. An der Optik des rein elektrischen Coupé-SUV ändert sich nichts, aber es gibt eine neue Motorvariante, einen verbesserten Innenraum sowie neue Technik. Die Produktion des überarbeiteten Cupra Tavascan läuft in den kommenden Wochen an, die Auslieferung beginnt nach der Sommerpause, also wohl im September.

Die neue Basisversion ist von den MEB-Schwestermodellen Cupra BornFord Explorer/Capri sowie Skoda Elroq/Enyaq bekannt. Sie bietet einen 140-kW-Heckantrieb und eine 58-kWh-Batterie, aller Wahrscheinlichkeit nach wie bei den Plattformgeschwistern mit LFP-Chemie. Der Tavascan schafft damit rund 435 Kilometer nach WLTP-Norm. Aufgeladen wird in etwa 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent.

Die 140-kW-Variante kommt zu den bisherigen Versionen Endurance mit 210-kW-Heckantrieb und VZ mit 250-kW-Allradsystem hinzu, die beide mit der altbekannten 77-kWh-Batterie daherkommen. Da die neue Version bisher weder im Konfigurator noch in der Preisliste erscheint, sind die technischen Daten nur teilweise bekannt, aber die Palette sieht nun folgendermaßen aus:

  Cupra Tavascan Cupra Tavascan Endurance Cupra Tavascan
VZ
Antrieb RWD 140 kW RWD 210 kW, 545 Nm AWD 250 kW, "545 Nm"
0-100 km/h / Vmax k.A. 6,8 Sek. / 180 km/h 5,5 Sek. / 180 km/h
WLTP-Stromverbrauch k.A. 15,9-17,7 kWh/100 km 17,1-18,5 kWh/100 km
Akku netto 58 kWh (LFP) 77 kWh 77 kWh
WLTP-Reichweite ca. 435 km 498-553 km 477-513 km
Ladeleistung AC / DC k.A. 11 / 135 kW 11 / 135 kW
DC-Ladedauer 10-80 % ca. 26 min 28 min 28 min
DC-Ladegeschwindigkeit ca. 1,6 kWh/min 1,9 kWh/min 1,9 kWh/min
Reichweite-Nachladen ca. 11,7 km/min bis 14,2 km/min bis 13,0 km/min
Preis k.A. bisher 53.340 Euro bisher 57.910 Euro

Die hinzugekommene Version bietet deutlich weniger Reichweite als die etablierten Varianten, auch die Ladegeschwindigkeit ist geringer. Reichweiten und Verbräuche sowie die Preise der bekannten Versionen haben sich gegenüber unserer Übersicht vom Februar 2025 nur wenig verändert. Für die Versionen mit 77-kWh-Akku ist unverändert eine Launch Control erhältlich - vermutlich wie bisher optional beim Endurance und serienmäßig beim VZ. Künftig bietet der Cupra Tavascan zudem die Möglichkeit zum One-Pedal-Driving.

Im Innenraum gibt es Änderungen analog zum Born. So wächst das Instrumentendisplay von 5,3 auf 10,25 Zoll, es gibt ein neues Lenkrad mit physischen Tasten statt der oft kritisierten Touch-Flächen und das Betriebssystem basiert nun auf Android Automotive. Der integrierte App-Store soll eine Vielzahl von Apps anbieten.

Bilder von: Cupra

Den Bildern nach müssen die Fensterheber aber nach wie vor mit zwei Tasten und einem Umschalter bedient werden, während es beim Born Facelift nun vier Tasten sind. Dafür bietet der Tavascan elektronisch gesteuerte Luftausströmer, die sich automatisch an die Fahrsituation anpassen und schon vor dem Einsteigen aktiviert werden. Sobald man sich mit dem Schlüssel in der Tasche nähert, sorgt das System für eine Vorbelüftung und passt die Luftströmung entsprechend dem Sonnenstand an; für zusätzlichen Komfort lässt sich das System per Sprachbefehl steuern.

Wie beim Born wird außerdem ein Digital Key eingeführt. Damit kann der Tavascan per Smartphone entriegelt und gestartet werden; zudem kann man bis zu vier anderen Personen den Zugang ermöglichen. Zusätzliche Funktionen wie "Open on Approach" und "Walk Away Lock" sollen für mehr Komfort sorgen. Alternativ zum Handy kann man eine "Smartcard" nutzen. Analog zum Born bietet auch der Tavascan künftig eine Vehicle-to-Load-Funktion (V2L). Damit kann man Laptops, E-Bikes etc. mit Strom aus der Antriebsbatterie versorgen. 

Das optionale Soundsystem von Sennheiser wurde verbessert; es soll nun besonders druckvolle Tieftöne erzeugen können. Außerdem wird die Farbpalette um Midnight Black erweitert, ein tiefes Schwarz mit Metallic-Effekt, das in der Sonne leicht funkeln soll. Die Preise für die neuen Versionen sind noch nicht bekannt.

Cupra Tavascan (2026)

Unter dem Strich

Der MEB-Baukasten wird um einen 140-kW-Heckantrieb mit einer 58 kWh großen LFP-Batterie erweitert. Diese Version wird nun offenbar schrittweise in allen Modellen der Plattform eingeführt. Ford hat es mit seinen MEB-Modellen Explorer und Capri vorgemacht, nun folgen der Reihe nach die anderen Fahrzeuge. Beim Cupra Tavascan werden auch Innenraum und Ausstattung aufgewertet, wobei die Änderungen ähnlich ausfallen wie beim Born. Warum Cupra hier unverändert die Umschaltung zwischen den vorderen und hinteren Fensterhebern verwendet, wissen wir nicht. Beim Born wurde dieser nervige Missstand bereits abgestellt.

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Autor: Stefan Leichsenring