Nissan stellt den neuen Pixo vor. Der Elektro-Kleinstwagen teilt sich die RGEV-Small-Plattform mit dem Renault Twingo Electric und dem neuen Dacia Spring. Er wird neben dem Renault im slowenischen Novo Mesto gebaut. Die Auslieferungen starten Anfang 2027. Preise und Ausstattungen für Deutschland werden ab Dezember 2026 bekannt gegeben.
Die Optik des Neulings ist vor allem vorne deutlich anders als beim Twingo. Während der Renault die rundlichen Augen des Ur-Twingo imitiert, erinnert die Lichtsignatur des Nissan auf der Fahrerseite an die Ziffer "7".
Eine Eigenheit sind auch Easter Eggs mit der Ziffernfolge "23" - eine Anspielung auf den Markennamen, denn auf Japanisch bedeutet zwei "Ni" und drei "San". Auch die Farbpalette unterscheidet sich: Nissan bietet unter anderem Violett und Blau an, während es den Renault in Gelb, Grün, Rot und Schwarz gibt. Seitlich und am Heck erkennt man jedoch deutliche Ähnlichkeiten zwischen den beiden Modellen:
Der Pixo ist mit 3,80 Metern praktisch gleich lang wie der Renault Twingo Electric, während der Dacia etwas länger ist. Hier die genauen Daten der drei Schwestermodelle:
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Nissan Pixo | 3.796 mm | 1.790 mm | 1.512 mm | 2.492 mm | 356-1.221 L |
| Renault Twingo Electric | 3.789 mm | 1.720 mm | 1.491 mm | 2.493 mm | 305-966 L (VDA-Norm) |
| Dacia Spring 2027 | 3.855 mm | 1.722 mm | 1.519 mm | 2.492 mm | 337-1.283 L |
Wie der Twingo und der Spring hat auch der Pixo einen 60-kW-Motor. Bei Renault handelt es sich um einen Permanentmagnet-Synchronmotor von einem chinesischen Zulieferer. Die Batterie speichert auch beim Pixo 27,5 kWh, die WLTP-Reichweite ist mit 259 km ebenfalls sehr ähnlich.
| Nissan Pixo | Renault Twingo Electric | |
| Antrieb | 60 kW | FWD 60 kW |
| 0-100 km/h / Vmax | k.A. | 12,1 Sek. / 130 km/h |
| WLTP-Verbrauch | k.A. | 12,6-12,7 kWh/100 km |
| Akku | 27,5 kWh LFP | 27,5 kWh LFP |
| WLTP-Reichweite | 259 km | 261-263 km |
| Max. Ladeleistung AC / DC | 11 / 50 kW | 11 / 50 kW |
| DC-Ladedauer 15-80 % | ca. 28 min | ca. 28 min |
Wie der Elektro-Twingo bietet auch der Pixo One-Pedal-Driving, einzeln verschiebbare Rücksitze sowie integrierte Google-Dienste einschließlich Google Gemini. Die Künstliche Intelligenz lernt im Laufe der Zeit die Vorlieben der Fahrerin oder des Fahrers und soll so ein persönlicheres Erlebnis im Fahrzeug schaffen.
Zur Serienausstattung gehören unter anderem ein Abstandsregeltempomat, der dem Verkehrsfluss bis zum Stillstand folgen und wieder anfahren kann, ein Spurhalteassistent, ein Einparkassistent und mehr.
Auch das Cockpit sieht von der Grundarchitektur ähnlich aus wie beim Twingo. Neben einem 7-Zoll-Instrumentendisplay gibt es einen 10-Zoll-Touchscreen; verändert wurden unter anderem das Lenkrad und die Luftdüsen:
Die Preise dürften ebenfalls ähnlich ausfallen. Den Twingo gibt es ab 19.990 Euro, die Preise für den Spring beginnen sogar schon bei 17.900 Euro.
Von 2009 bis 2013 wurde bereits einmal ein Nissan Pixo in Deutschland angeboten; es handelte sich um ein 3,57 Meter langes Verbrennermodell, das mit dem Suzuki Alto baugleich war. Nun kommt das Modell als Elektroauto zurück.
Bereits vor zwei Jahren kündigte Nissan ein Derivat des Renault Twingo Electric an. Die Weltpremiere kündigte Nissan kürzlich für den heutigen 23. September an.
Unter dem Strich
Einer Plattform verschiedene Hüte aufzusetzen: Darin sind inzwischen etliche Autokonzerne Meister. Die Kooperation zwischen Renault und Nissan bringt nach dem Nissan Micra auf Basis des Renault 5 nun ein weiteres Beispiel hervor: den Nissan Pixo Electric. Die Technik ist praktisch identisch mit der des Renault Twingo Electric, beim Look löst sich die Front deutlich vom Schwestermodell. Anleihen beim historischen Pixo können wir kaum erkennen. Da ist kein Nachteil, denn der war wenig ansehnlich.
Letzte Änderung am 23. September 2026: Bilder vom Nissan Pixo und technische Daten eingefügt








