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Tatsächlicher Verbrauch: Skoda Octavia Combi mit 110 PS im Test

Wie viel verbraucht der Familienkombi mit Dreizylinder-Benziner und MIldhybridsystem wirklich?

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Ein großes, geräumiges Auto mit einem kleinen, aber leistungsstarken Dreizylinder-Turbobenziner, Doppelkupplungs-Getriebe und Mildhybrid-Technologie: Das bietet der Skoda Octavia Combi 1.0 e-TEC.

In unserem Spritverbrauchstest auf der Strecke Rom-Forlì glänzte der Octavia Combi mit einem hervorragenden Durchschnittswert von 4,05 Liter/100 km. Das entspricht bei den derzeitigen deutschen Spritpreisen (1,56 Euro/Liter) Spritkosten von 6,32 Euro pro 100 Kilometer.

Sparsamster Benziner-Kombi

Das ist der niedrigste Verbrauch, den wir bisher bei einem Kombi mit Benzinmotor ermittelt haben, auch wenn man die Mildhybrid-Fahrzeuge einrechnet. Gleichzeitig gehört der Skoda Octavia Combi 1.0 e-TEC zu den sparsamsten zehn Benzinern, die wir bisher getestet haben.

Unter den Kompaktwagen hat bisher nur der Hyundai i30 1.0 T-GDI mit 120-PS-Mildhybrid (3,90 l/100 km) besser abgeschnitten, während der Opel Astra 1.0 mit 105 PS (4,05 l/100 km) im Jahr 2016 das gleiche Ergebnis wie der Octavia erzielte. Knapp dahinter, aber immer noch mit hervorragenden Ergebnissen, liegen andere Mildhybride wie der VW Golf 1.5 eTSI DSG (4,15 l/100 km) und der Mazda 3 2.0 Skyactiv-G 2.0 M Hybrid (4,30 l/100 km).

Reichlich Platz

Der Testwagen hatte die italienische Executive-Ausstattung, die unter anderem ein Instrumentendisplay, ein Stahl-Reserverad, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Navigation und Voll-LED-Scheinwerfer umfasst und in Italien 29.700 Euro kostet. Mit 17-Zoll-Alufelgen Leichtmetallrädern und einigen Extras wie Abstandstempomat, Spurhalteassistent und Rückfahrkamera liegt der italienische Preis für den Testwagen bei knapp über 33.000 Euro. In Deutschland kostet die getestete Motorisierung mit der Topausstattung Style knapp 30.000 Euro.

Der Skoda Octavia Combi 1.0 TSI e-TEC mit DSG bietet eine gute Beschleunigung, viel Fahrkomfort dank des Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes und ein Ladevolumen wie es nur wenige Konkurrenten haben. Der Kofferraum ist sehr lang, so dass es genug Platz für vier Personen plus Gepäck gibt.

Jederzeit leistungsfähig und mit großer Reichweite

Der 1.0 e-TEC erweist sich auch in den verschiedenen Verkehrssituationen als sehr sparsam. Mit dem 45-Liter-Kraftstofftank ergibt sich so eine Reichweite, die mit rund 700 bis 800 Kilometer für einen Benziner wahrhaft bemerkenswert ist.

Hier unsere Testergebnisse im Einzelnen:

  • Stadtverkehr (Rom): 6,4 l/100 km, 702 km Reichweite
  • Stadt-Umland-Mix: 5,4 l/100 km, 832 km Reichweite
  • (Italienische) Autobahn: 5,9 l/100 km, 760 km Reichweite
  • Spritspartest: 3,3 l/100 km, 1.363 km Reichweite
  • Maximalverbrauch: 20,4 l/100 km, 220 km Reichweite

Aus dem offiziellen Datenblatt

ModellKraftstoffLeistungAbgasnormCO2-Emissionen
(NEFZ)Normverbrauch
(NEFZ)Skoda Octavia Combi 1.0 e-TEC DSGBenzin110 PSEuro 6d-ISC-FCM96 g/km4,2 Liter/100 km

Daten des Testfahrzeugs

Fahrzeug: Skoda Octavia Combi 1.0 e-TEC DSG Executive (Ausstattung in Dtld. nicht erhältlich)
Deutscher Listenpreis: 29.650 Euro (Style)
Testdatum: 30. Juli 2021
Wetter (Abfahrt/Ankunft): heiter, 37 Grad / heiter, 33 Grad
Insgesamt während der Tests gefahren: 1.911 km
Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke Rom-Forlì: 77 km/h
Reifen: Continental EcoContact 6 - 205/55 R17

Verbrauch und Kosten

Bordcomputer-Anzeige: 3,9 Liter/100 km
An der Zapfsäule ermittelter Verbrauch: 4,2 Liter/100 km
Mittel aus diesen Werten: 4,05 Liter/100 km
Kraftstoffpreis: 1,56 Euro/Liter (Super E10)
Spritkosten: 6,32 Euro/100 km

Und so ermitteln wir den Verbrauch

Wenn Sie einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, nennt er Ihnen wahrscheinlich einen Wert, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht hat er den Wert vom Bordcomputer abgelesen, oder er hat seine Tankrechnungen aufbewahrt und sich daraus einen Verbrauch errechnet.

Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).

Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke Rom-Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.

Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule.

Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert. Die Kosten berechnen wir jedoch anhand der deutschen Preise (Durchschnittskosten laut ADAC zum Zeitpunkt der Veröffentlichung).

Bei Elektroautos verwenden wir den Bordcomputer-Verbrauch und einen durchschnittlichen Strompreis von 32 Cent pro kWh (gerundeter Durchschnittspreis für 1 kWh Haushaltsstrom in Deutschland im Jahr 2020 mit 19% Mwst. laut Bundeswirtschaftsministerium). Bei Erdgas- und Autogas-Fahrzeugen wird der Durchschnittspreis von www.gas-tankstellen.de in Anschlag gebracht.

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