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Skoda Enyaq Coupé kommt auch als RS-Version mit 220 kW

Den RS gibt es für 57.700 Euro, die Preise der anderen drei Versionen verrät Skoda noch nicht (Update)

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Wenige Tage nach der offiziellen Vorstellung des Skoda Enyaq Coupé am 31. Januar steht nun auch der Preis der Topversion Enyaq Coupé RS fest: Sie kostet 57.700 Euro. Das teilte Skoda nun per separater Presseaussendung mit.

Nach Abzug des Umweltbonus reduziert sich der Preis auf 49.725 Euro. Dabei kommen 5.000 Euro vom Staat und 2.500 Euro netto (oder 2.975 Euro brutto) vom Hersteller. Die Allradversion mit 220 kW ist der erste Elektro-Skoda mit dem RS-Signet. Auch beim normalen Enyaq hat Skoda eine RS-Version angekündigt, die allerdings bisher nicht konfigurierbar ist.

Abgesehen vom RS gibt es das Enyaq Coupé noch in drei weiteren Motorisierungen, deren Preise allerdings noch nicht verraten wurden. Die beim normalen Enyaq angebotene 50er-Version mit kleiner 52-kWh-Batterie und 109 kW Antriebsleistung fehlt. Damit bleiben zwei Batteriegrößen (58 und 77 kWh) sowie insgesamt vier Leistungsstufen: 132, 150, 195 und 220 kW.

 60 iV80 iV80x iVRS iVAntriebHinterradantriebHinterradantriebAllradantriebAllradantriebLeistung132 kW150 kW195 kW220 kWDrehmoment310 Nm310 Nm425 Nm460 Nm0-100 km/h8,8 Sek.8,7 Sek.7,0 Sek.6,5 Sek.Spitze160 km/h160 km/h160 km/h180 km/hAkku netto58 kWh77 kWh77 kWh77 kWhReichweite (WLTP)k.A.545 kmk.A.k.A.AC-Ladenbis 11 kWbis 11 kWbis 11 kWbis 11 kWDC-Ladenk.A.k.A.k.A.k.A.Preisk.A.k.A.k.A.57.700 Euro

Die Reichweite gibt Skoda bisher nur für die reichweitenstärkste Version 80 iV an: Hier liegt sie mit 545 km genau 16 km höher als beim entsprechenden normalen Enyaq (aktuelle Angabe im Konfigurator: 529 km). Zur maximalen DC-Ladeleistung gibt es ebenfalls noch keine Angaben. Den normalen Enyaq kann man seit Kurzem serienmäßig mit 100 kW laden, die große Batterie kann mit 125 kW aufgeladen werden.

Zur Ladedauer sagt Skoda, dass sich der iV 80 in 29 Minuten von zehn auf 80 Prozent aufladen lässt, beim 80x- und RS-Modell dauere es 36 Minuten. Das ist seltsam, denn alle drei haben die große 77-kWh-Batterie.

Serie beim Enyaq Coupé ist ein dunkel getöntes Panoramaglasdach, das optisch "nahtlos in die Heckscheibe übergeht" - der Blechsteg dazwischen fällt durch die dunkle Verglasung kaum auf. Das Glasdach soll dünner als das normale Blechdach sein. Von der guten Kopffreiheit hinten konnten wir uns bereits in einer getarnten Version selbst überzeugen.

Der cW-Wert des Enyaq Coupé liegt bei 0,234 und ist damit deutlich niedriger als beim normalen Enyaq (0,258 bis 0,280 beim Enyaq iV 80). Zu diesem Wert tragen ein aktives Kühlrollo im unteren Lufteinlass, optimierte Schürzen, ein flacher Unterboden sowie Air Curtains bei. Eine Wärmepumpe ist nur optional erhältlich.

Das RS-Modell bekommt eine eigenständige Frontschürze und ist mit 20-Zöllern sowie einem tiefer liegenden Sportfahrwerk ausgerüstet. Charakteristisch sind zudem schwarze Akzente sowie eine rote Reflektorleiste hinten. Beim RS zum Serienumfang gehört das Crystal Face, eine illuminierte Version des Grills mitsamt einer horizontalen Lichtleiste. Exklusiv für den RS ist auch die Lackierung in Mamba-Grün erhältlich. 

Innen gibt es bei allen Enyaq-Coupé-Versionen einen 13-Zoll-Touchscreen und ein 5,3-Zoll-Instrumentendisplay; optional gibt es das bekannte Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion. 

Immer an Bord sind eine 2-Zonen-Klimaautomatik, ein Multifunktionslederlenkrad sowie der schlüssellose Start. Bei den Modellen mit der größeren Batterie kommen unter anderem eine Lenkradheizung und Wippen am Lenkrad hinzu, mit denen sich die Rekuperationsstärke einstellen lässt.

Mit dem Coupé führt Skoda die neue Software-Version ME 3 ein. Sie bringt neben verbesserten Anzeigen bei Touchscreen und Head-up-Display ein verbessertes Batteriemanagement. So gibt es nun auch einen Batterie-Pflegemodus und die Kühlung des Akkus setzt früher ein als bisher. Sie wird auch nicht mehr nur ein- und ausgeschaltet, sondern kontinuierlich angepasst.

Nachträgliche Freischaltung von Navigation und Abstandstempomat möglich

Auch Over-the-air-Updates sind möglich, wobei nicht nur Aktualisierungen, sondern auch Upgrades möglich sind. Ab der zweiten Hälfte 2022 kann man so die Navigationsfunktion, zusätzliche Farben für die Ambientebeleuchtung, der Abstandstempomat und der Fernlichtassistent freischalten - optional auch zeitlich befristet. Der Einparkassistent kann künftig auch den Parkvorgang bei häufig angesteuerten Plätzen abspeichern. Der Travel Assist 2.5 unterstützt bei der Längs- und Querführung, wobei sich der Spurhalteassistent nun auch in den "Favoriten" ausschalten lässt.

Gebaut wird das Coupé wie der normale Enyaq im tschechischen Mladá Boleslav. Damit sind die beiden Skodas die einzigen europäischen MEB-Modelle, die außerhalb von Deutschland vom Band rollen. Zum Datum des Marktstarts hat sich Skoda noch nicht geäußert. Den normalen Enyaq gibt es als 60 iV ab knapp 40.000 Euro. Wie hoch der Aufschlag für das Coupé sein wird, verrät Skoda noch nicht.

Technische Daten des Skoda Enyaq Coupé

  • Antrieb: 1 oder 2 E-Motoren
  • Systemleistung: 132, 150, 195 oder 220 kW
  • Akku: 58 oder 77 kWh netto
  • Reichweite: bis zu 545 km WLTP
  • Aufladen: AC bis 11 kW, DC noch nicht bekannt
  • Maße: 4.653 mm Länge / 1.879 mm Breite / 1.622 mm Höhe / 2.765 mm Radstand
  • Kofferraum: 570 Liter, Maximalwert nicht bekannt
  • cW-Wert: 0,234
  • Anhängelast: Hecktriebler 1.000 kg, Allradler 1.200 kg (12 Prozent Steigung)
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