Im Februar präsentierte Renault drei neue Elektro-Transporter namens Estafette, Goelette und Trafic. Sie basieren auf einer neuen Ampere-Plattform und haben 800-Volt-Technik. Nun gibt Renault Neues zu Antrieben und Batterien bekannt.
Der Elektromotor wurde in Europa entwickelt und produziert 150 kW sowie 345 Nm Drehmoment. Dazu kommen zwei Akkus: Für die gewerbliche Kundschaft ist der Lithiumeisenphosphat-Akku (LFP) gedacht, der für 350 km WLTP-Reichweite sorgt. An Privatleute denkt Renault bei dem NMC-Akku (Nickel-Mangan-Cobalt-Oxide an der Kathode) für eine Reichweite von 450 km.
Die Speicherkapazitäten wurden in der deutschen Pressemeldung noch nicht verraten, doch laut der italienischen Meldung sind es 60 bzw. 81 kWh. Danach beziehen sich die angegebenen Reichweiten auf den Trafic. Die italienische Pressemeldung spricht auch von 145 kW Motorleistung und nur 300 Nm; zudem heißt es hier, der Motor sei zusammen mit Valeo entwickelt worden. Beim Aufladen sind die Angaben wieder einheitlich: Der Ladehub von 15 auf 80 Prozent soll weniger als 20 Minuten dauern, wobei nicht klar wird, ob sich das auf beide Akkus bezieht.
Unter dem Strich
Bisher fährt Amazon seine Pakete mit einem Elektro-Lieferwagen von Rivian aus, künftig könnte auch mal ein(e) Renault Estafette dabei sein. Ähnlich wie Kia mit seinen "PBVs" den Nutzfahrzeug-Sektor erobern will, will nun offenbar auch Renault in diesem Bereich punkten.
Die Transporter tragen den Renault-Rhombus, kommen aber von einer Firma namens Flexis, die zwar mit Renault zusammenhängt, aber laut Pressemeldung ein unabhängiges Unternehmen ist. Offenbar kauft Renault die Technik bei Flexis ein. Die Technik ist interessant, denn die Akkus arbeiten mit 800 Volt, womit schnelles Laden möglich wird.








