Volkswagen verleiht dem Transporter das GTI-Feeling

Der Transporter bekommt eine neue Topversion mit starken GTI-Vibes.

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Ford hat in Europa eine lange Geschichte mit sportlich gestylten Vans. Jetzt hat auch Volkswagen Nutzfahrzeuge ganz offensichtlich die Lust gepackt. Ob es eine Rolle spielt, dass der aktuelle Transporter sich die Basis mit dem Ford Transit Custom teilt, wissen wir nicht. Klar ist aber: Die Verantwortlichen hauchen ihrem Nutztier eine ordentliche Prise GTI-Flair ein. 

Und das macht optisch eine ganze Menge her. "Sportline" nennt sich die neue und ranghöchste Ausstattungslinie, die den Lastenträger zum attraktiven XXL-GTI macht. Zumindest für die Augen. Da es für einen echten Performance-Van nämlich kaum einen belastbaren Business Case geben dürfte, bleibt der Sportline vor allem Show - ohne extra "Go".

In dieser neuen, GTI-ähnlichen Konfiguration erhält der T7 ein kräftiges Karosseriepaket, das in mehreren Varianten verfügbar ist. Während die Bilder die fünfsitzige Kombi-Version zeigen, können Kundinnen und Kunden auch zum Kastenwagen greifen. Beide Karosserieformen gibt es jeweils mit kurzem und langem Radstand.

Neben dem schärferen Auftritt setzt der aufgebrezelte Transporter auf exklusive 19-Zoll-Räder, die auf die üblichen VW-Logos verzichten und stattdessen Sportline-Schriftzüge tragen. Dazu kommt ein Sportfahrwerk mit Eibach-Federn, das die Karosserie um 30 Millimeter absenkt.

Am Heck fällt in erster Linie der zweiteilige Dachspoiler auf. Vorne wirkt der rote Akzentstreifen im Kühlergrill wie direkt von Polo GTI oder Golf GTI übernommen. Kleiner Hinweis: Sollten Sie ein echtes GTI-Modell wollen, das es bislang noch nicht gab: Der elektrische ID.Polo kommt noch in diesem Jahr als GTI. Er wird als erster rein elektrischer GTI in die Geschichte eingehen. 

Als Topversion ist der Sportline serienmäßig üppig ausgestattet. VW packt Ihnen unter anderem Matrix-LED-Scheinwerfer, Dachreling, ein beheiztes Lenkrad und beleuchteten Einstiegsleisten aus Metall in die Tüte. Das GTI-ähnliche Rot wird von glänzend schwarzen Akzenten kontrastiert, darunter die elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegel.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Transporter eine Sportline-Behandlung erhält. Volkswagen hatte bereits dem Vorgänger T6.1 vor ein paar Jahren ein aggressiveres Make-up verpasst. Wie damals bleiben auch jetzt die Antriebe unangetastet. Ob Diesel, Plug-in-Hybrid oder vollelektrisch - es gibt keine Mehrleistung gegenüber dem regulären Modell.

2026 Volkswagen Transporter Sportline

Motor1 meint: Vans sind per se in aller Regel nicht sportlich. Optisch wirken sie aber deutlich attraktiver, wenn man ihnen ein paar GTI-Vibes mit auf den Weg gibt. Der Transporter Sportline versteht sich als Alternative zu den technisch eng verwandten Ford Transit Custom, die von MS-RT umgebaut und direkt über Ford Pro verkauft werden.

Inzwischen gibt es eine große Auswahl an Vans, die schnell aussehen, es in der Praxis aber nicht sind. Stellantis ist in dieser Nische zum Beispiel sehr präsent und bietet Citroën Dispatch VTR, Opel Vivaro GS, Fiat Scudo Onyx und Peugeot Expert Sport an. Renaults Trafic Extra Sport ist subtiler, versucht aber ebenfalls, dem meist eher nüchternen Van-Segment etwas mehr Emotion einzuhauchen.

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Autor: Adrian Padeanu