VW ID. Cross und T-Cross im ersten Vergleich

Wie schon beim Polo gibt auch bei den kleinen SUVs bald ein Elektro/Verbrenner-Doppel

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

2026 ist im Volkswagen-Konzern und bei VW das Jahr der kleinen Elektroautos. Ob Cupra, Skoda oder VW: Beginnend in den nächsten Wochen präsentieren die bürgerlichen Konzernmarken ihre Einstiegs-Stromer ab etwa 25.000 Euro. 

Den Anfang macht der Cupra Raval, danach folgen der VW ID. Polo sowie der mehr SUV-artige Skoda Epiq. In die gleiche Kerbe schlägt im Sommer der neue ID. Cross. Ihn hat man nun bei LinkedIn mit weniger Tarnung angeteasert, sodass etwas mehr von der endgültigen Optik zu sehen ist.

VW ID. Cross (2026) Teaser

Garniert wurde der Auftritt seitens VW mit folgenden Worten: "Wir werden künftig Elektroautos im Kleinwagen- und Kompaktsegment anbieten, die ab 2026 sukzessive auf den Markt kommen werden. Eines davon ist der brandneue elektrische ID. Cross. Er folgt der neuen Designsprache und soll die T-Cross-Klasse aufwerten."

Ein klarer Hinweis auf künftige Doppelgleisigkeit im Stil von BMW: Dem bewährten Verbrennermodell wird ein Elektroauto mit ähnlichem Namen zur Seite gestellt. Also Polo/ID. Polo, in Zukunft Golf/ID. Golf und eben T-Cross/ID. Cross. Das sorgt für eine Art vertrauter Gewohnheit, der Kunde weiß sofort, in welche Klasse das ID. Modell einzusortieren ist. Ein klarer Kontrast zu den optisch wie namentlich etwas seelenlosen Modellen ID.3, ID.4 und Co.

Optik und Abmessungen

Auch beim Design unter der Ägide von Andreas Mindt setzt man auf vertraute Formen, etwa die VW-typisch breite C-Säule. Im Fall des noch abgeklebten ID. Cross zeigen sich viele Parallelen zur Studie von der IAA 2025. Dennoch wagt der ID. Cross keinen avantgardistischen Futurismus, sondern wirkt wie ein etwas gedrungener Cousin des T-Cross. Anders als der ID. Polo hat der ID. Cross an allen Türen solide Bügelgriffe. Beiden gemeinsam sind die optional beleuchteten Logos an Front und Heck.

Bilder von: Volkswagen

Laut VW tritt der Wagen in der Klasse des T-Cross an. Das passt, denn die beiden Modelle trennen bei der Länge nur drei Zentimeter, bei der Höhe ist der Unterschied noch geringer. Jedoch gibt es in der Breite ein sattes Plus. Hier die Abmessungen im direkten Vergleich:

  Länge Breite Höhe Radstand
VW ID. Cross Concept 4.161 mm 1.839 mm 1.588 mm 2.601 mm
VW T-Cross 4.127 mm 1.760 mm 1.573 mm 2.551 mm

Der Innenraum wird sehr wahrscheinlich einiges vom ID. Polo übernehmen, wohl auch die Retro-Anzeigemöglichkeit auf Knopfdruck. Vor allem kehren viele richtige Tasten zurück, nicht nur auf dem Lenkrad.

Antriebe

Wie schaut es unter dem Blech aus? Hier dürfte sich der ID. Cross am ähnlich großen Skoda Epiq und natürlich dem ID. Polo orientieren. Ähnlich wie beim VW ID. Polo werden im Epiq Motorisierungen mit 85, 99 und 155 kW angeboten, also 115, 135 und 211 PS. Das maximale Drehmoment liegt zwischen 267 und 290 Nm. Eine Version mit 166 kW (226 PS) wie im ID. Polo GTI ist hier jedoch nicht in Sicht.

Wie beim Elektro-Polo gibt es eine LFP-Batterie mit 37 kWh und einen NMC-Akku mit 52 kWh. Als Reichweiten werden hier 315 bzw. 430 km angegeben, beim ID. Polo werden 300 und 450 km genannt. Maximale Ladeleistung? 133 kW. 

Zum Vergleich das Angebot beim T-Cross mit Verbrenner: 70, 85 und 110 kW, also 95, 115 und 150 PS. Serienmäßig ist bei den meisten Motoren ein Schaltgetriebe.

Preise

Naturgemäß gibt es zum ID. Cross noch keine Preisangaben. Der VW T-Cross beginnt an Deutschland ab 24.960 Euro, mit Automatik (dann 115 PS) ab 30.825 Euro. 115 PS sind die Basis beim Elektro-Cross, hier könnten die 28.835 Euro des T-Cross mit gleicher Leistung und Schaltgetriebe als Hausnummer dienen. 

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Autor: Roland Hildebrandt