Mazda will den nächsten MX-5 unter einer Tonne Gewicht halten

Wahrscheinlich wird man auf eine Elektrifizierung verzichten, weil die "Technologie sehr schwer ist."

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Über den nächsten Miata respektive MX-5 wurde bereits viel geschrieben - obwohl es bislang nicht ein einziges Erlkönigfoto des neuen Roadsters gibt. Die fünfte Generation dürfte noch ein paar Jahre entfernt sein, doch das hält Mazda nicht davon ab, über die Richtung zu sprechen, in die sich der Kult-Roadster entwickeln soll.

In einem Interview mit australischen Medien versicherte ein hochrangiger Manager den Fans, dass der MX-5 sein Erbe als leichter Sportwagen nicht verraten werde. Im Gespräch mit GoAuto nannte Mazdas General Manager of Global Sales and Marketing, Manabu Osuga, eine magische Zahl: "Ich kann Ihnen sagen, dass wir [beim Design] bei einem Auto bleiben, das unter einer Tonne Gewicht liegen wird … und unsere 'Gram-Strategie' anwenden, wie wir es bei der aktuellen Baureihe getan haben."

Mazda MX-5 (2024) Homura im Test

Mit weniger als 1.000 Kilogramm wäre der nächste MX-5 sogar noch leichter als der aktuelle ND3, der derzeit bei 1.003 kg startet.

In Nordamerika wiegt das aktuelle Modell in der leichtesten Ausführung 1.073 Kilogramm. In einigen Regionen ist es jedoch noch leichter, weil der MX-5 dort mit einem kleinen 1,5-Liter-Motor angeboten wird. Tatsächlich verkauft Mazda den Roadster in den EU-Märkten ausschließlich mit dem kleineren Aggregat. Der 2,0-Liter musste vor einigen Jahren aus dem Programm genommen werden, weil er die Emissionsvorgaben nicht mehr erfüllte.

Mazda: Hybride sind weiterhin "sehr schwer"

Osuga bezog sich dabei auf das Modell mit Stoffverdeck, denn eine mögliche künftige RF-Variante mit elektrisch versenkbarem Klappdach würde zwangsläufig ein Gewichtsplus mit sich bringen. Mazda weiß, wie entscheidend ein möglichst geringes Gewicht beim Miata ist - und schließt daher eine Elektrifizierung zumindest vorerst aus.

"Ich will nicht sagen, dass es keine Möglichkeit [für eine Hybrid-Version] gibt. Aber im Moment ist diese Technologie sehr schwer, und wenn wir das auf den MX-5 anwenden, werden wir unsere Fans nicht zufriedenstellen. Irgendwann in der Zukunft, wenn die Technologie so weit ist, werden wir darüber nachdenken. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist der Verbrennungsmotor der Weg [nach vorn]."

Eine interessante Aussage - gerade weil Mazda beim MX-5 in den EU-Märkten bereits mit der Homologation zu kämpfen hat. Der 2,0-Liter ist in Europa vor geraumer Zeit verschwunden, der 1,5-Liter-Sauger trotz 132 PS Leistung eher schwachbrüstig. Doch möglicherweise ermöglicht das kommende Skyactiv-Z-Aggregat wieder einen größeren Motor. Es soll 2027 im Hybrid-CX-5 Premiere feiern: ein 2,5-Liter, der für die Einhaltung von Euro 7 entwickelt wurde - die Norm tritt später in diesem Jahr in Kraft.

Mazda Miata Roadtrip durch Kalifornien

Ein größerer, nicht elektrifizierter Motor im Miata NE wäre genau das, was Puristen sich wünschen. Vielleicht würde er sogar endlich die 200-PS-Marke knacken - nachdem Mazda im vergangenen Jahr mit einer nur in Japan erhältlichen 12R-Sonderedition mit 197 hp bereits sehr nahe dran war.

Mazda hat zudem bereits bestätigt, dass das Sechsgang-Schaltgetriebe erhalten bleibt - ein wichtiger Erfolgsfaktor, zumal es nur noch wenige Rivalen gibt. BMW stellt den teureren Z4 in diesem Jahr ein, ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Die Toyobaru-Zwillinge bleiben Coupés, damit spielt der MX-5 weitgehend in seiner eigenen Liga.

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Autor: Adrian Padeanu