Neuer BMW 3er (2027) mit vier Auspuffrohren angeteasert

Ein erster Blick auf die nächste Generation mit Verbrennungsmotor, es ist aber noch nicht der M3

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BMW setzt derzeit zwar Prioritäten beim vollelektrischen i3, dennoch steht fest: Ein weiterer 3er kommt. In einem neuen offiziellen Video zur Entwicklung des EV hat der bayerische Hersteller ganz nebenbei einen kurzen Teaser des Verbrenner-Pendants versteckt. Der interne Codename lautet "G50", und der nächste 3er mit Verbrennungsmotor ist erst ganz am Ende zu sehen.

Man kann ihn leicht übersehen, denn das Auto ist nur wenige Sekunden im Bild. Trotz Tarnung zeigt sich bereits, dass der Verbrenner-3er dem i3 sehr ähnlich sehen wird. Der klare Hinweis, dass es sich nicht um den elektrischen i3 handelt, sind die sichtbaren Auspuffendrohre: vier Endrohre ragen durch den hinteren Stoßfänger. Ein Touring (ergo Kombi) gilt sowohl bei i3 als auch beim 3er als gesetzt.

Manche könnten meinen, BMW deute damit bereits den nächsten M3 an - das ist jedoch nicht der Fall. Seit einigen Jahren verbaut BMW in München vier Endrohre auch bei M-Performance-Modellen, und nun vollzieht offenbar auch der 3er diesen Schritt.

Entsprechend dürfte es sich um einen Nachfolger des M340i handeln. Er wird vermutlich anders heißen: Ein "M350" für 2027 tauchte vorzeitig kurz auf der Website von BMW USA auf. Die höhere Zahl deutet auf mehr Leistung hin, und das fehlende "i" passt zu den jüngsten Namensänderungen. Künftig will BMW den Buchstaben für Elektroautos reservieren und den Zusatz (ursprünglich als Hinweis auf Einspritzung) bei den Verbrennern streichen.

Die achte Generation des 3er soll in den Top-Versionen voraussichtlich weiterhin auf Sechszylinder setzen. Diese M350-Variante gilt praktisch als gesetzt und dürfte eine Weiterentwicklung des weit verbreiteten "B58" nutzen - ein turbogeladener 3,0-Liter-Reihensechszylinder, der auf mehr als 400 PS kommen könnte. Die M-Performance-Ableitung dürfte zu den Modellen zum Marktstart zählen, wenn man den verfrühten Eintrag auf der BMW-Website als Indiz nimmt.

BMW i3 (2026)

Ein neuer M3 mit Verbrennungsmotor ist ebenfalls in Arbeit und soll Berichten zufolge den Codename "G84" tragen. BMW hat bereits bestätigt, dass es bei sechs Zylindern bleibt, und zugleich eine Form der Elektrifizierung für den Biturbo-S58-Motor angedeutet. Der Gewichtsnachteil dürfte überschaubar bleiben, da der nächste M3 wohl eher auf ein Mildhybrid-System als auf den Plug-in-Hybrid-Antrieb des M5 setzt.

Der M3 dürfte kaum schon nächstes Jahr kommen - dann sollen zunächst die schwächeren Varianten auf den Markt. Eine plausible Einschätzung geht eher von einem Start 2028 aus, möglicherweise mit einem vereinfachten Angebot. Während der heutige G80 Heck- und Allradantrieb sowie manuelles und automatisches Getriebe bietet, könnte der G84 ausschließlich mit xDrive und Automatik kommen. Offiziell ist das allerdings erst, wenn BMW es bestätigt.

Wenn die Gerüchte zur Leistung des M350 stimmen, sollte der M3 problemlos über 500 PS liegen. Der nächste 3er mit Verbrennungsmotor soll in den kommenden Monaten debütieren. Der Verkaufsstart wird - je nach Region - für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.

Es ist beruhigend zu sehen, dass BMW am 3er mit Verbrennungsmotor festhält. Gleichzeitig ist es spannend, dass eine M-Performance-Variante sehr wahrscheinlich von Beginn an verfügbar sein wird. Ob es - wie heute - sowohl Heck- als auch Allradversionen geben wird, ist noch offen, aber immerhin ist klar: Ein M-Performance-Modell kommt.

Außerdem sind wir gespannt, wie sich die Designsprache der Neuen Klasse des i3 auf den 3er übertragen lässt. Naheliegend ist, dass das Verbrenner-Modell eine längere Front bekommt, um Benzin- und Dieselmotoren unterzubringen. Zudem dürfte der Lufteinlass vorne größer ausfallen. Wie bisher ist zudem ein Plug-in-Hybrid für alle geplant, die noch nicht vollständig auf ein Elektroauto umsteigen möchten.

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Autor: Adrian Padeanu