BMW baut das Angebot rund um die "Neue Klasse" zügig aus. Nur wenige Wochen nach dem Marktstart des Erstlings schieben die Münchner nun das Einstiegsmodell nach: Der neue BMW iX3 40 wird ab Sommer 2026 das Portfolio ergänzen. Während das Topmodell iX3 50 xDrive auf Allradantrieb setzt, konzentriert sich die neue 40er-Variante auf Effizienz und eine klassische Auslegung.
Unter dem Blech steckt wie gehabt die sechste Generation der BMW eDrive Technologie (Gen6). Alle Komponenten sind konsequent auf eine 800-Volt-Betriebsspannung ausgelegt. Den Vortrieb übernimmt eine stromerregte Synchronmaschine (SSM) an der Hinterachse. Diese Bauform kommt ohne Permanentmagnete und somit ohne Seltene Erden aus.
Mit einer Leistung von 235 kW (320 PS, 150 PS weniger als der 50) und einem maximalen Drehmoment von 500 Nm ist der iX3 40 keineswegs untermotorisiert: Der Sprint von null auf 100 km/h gelingt in 5,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 200 km/h abgeregelt.
Besonderes Augenmerk legte BMW auf die Fahrsoftware. Die neue Architektur nutzt vier "Superbrains" - Hochleistungsrechner mit der zwanzigfachen Rechenleistung bisheriger Systeme. Das zentrale Steuergerät, von BMW intern "Heart of Joy" getauft, bündelt die Fahrdynamikregelung und arbeitet zehnmal schneller als bisherige Lösungen.
Das soll sich vor allem beim Komfort bemerkbar machen: Dank einer extrem präzisen Ansteuerung der E-Maschine verspricht BMW den "sanftesten Anhaltevorgang" der Markenhistorie. Diese Soft-Stop-Funktion bremst den Wagen ohne den typischen Ruck oder Bremsgeräusche unmerklich in den Stillstand.
Akku und Laden: 300 kW Peak-Leistung
Die Energie bezieht der Hecktriebler aus einem Hochvoltspeicher mit einem nutzbaren Energiegehalt von 82,6 kWh. Zum Einsatz kommen hier erstmals die neuen Lithium-Ionen-Rundzellen, die im Vergleich zu den bisherigen prismatischen Zellen der Gen5 eine um 20 Prozent höhere Energiedichte aufweisen. Die Batterie ist nach dem Cell-to-Pack-Prinzip aufgebaut und durch die Pack-to-Open-Body-Bauweise direkt als strukturelles Element in die Fahrzeugkarosserie integriert, was Gewicht spart und die Steifigkeit erhöht.
In puncto Reichweite markiert der iX3 40 mit bis zu 635 Kilometern nach WLTP einen Spitzenwert im Segment. Auch bei der Ladegeschwindigkeit setzt BMW neue Maßstäbe für die Marke: Die maximale Ladeleistung liegt bei 300 kW, also unter den 400 kW des 50. Damit lässt sich an einer entsprechenden Schnellladestation in nur zehn Minuten Energie für 300 Kilometer Reichweite nachladen.
Der Standard-Hub von 10 auf 80 Prozent (SoC) ist laut BMW in 21 Minuten absolviert. Für das Laden zu Hause oder im Büro ist serienmäßig ein 11-kW-Onboard-Lader verbaut, optional bietet BMW eine 22-kW-Version an, mit der der Akku in etwa 4:15 Stunden komplett gefüllt werden kann. Zudem beherrscht der iX3 40 bidirektionales Laden, kann also als mobiler Energiespeicher fungieren.
Design und Interieur: KI-Unterstützung durch Alexa+
Optisch übernimmt das Basismodell das reduzierte Design der Neuen Klasse eins zu eins vom iX3 50 xDrive. Im Innenraum setzt BMW auf das neue Panoramic iDrive auf Basis des BMW Operating System X. Die Bedienung erfolgt über Touch-Flächen, haptisches Feedback und vor allem über eine deutlich verbesserte Sprachsteuerung.
Hier geht BMW eine tiefe Kooperation mit Amazon ein: Der BMW Intelligent Personal Assistant wird um die Amazon-Alexa+-Technologie erweitert. Dabei handelt es sich um ein Large Language Model (LLM), also eine generative KI, die natürliche Sprache besser versteht und kontextbezogen antworten kann. Damit lassen sich nicht nur Fahrzeugfunktionen wie Klima oder Fenster intuitiv steuern, sondern auch externes Wissen abrufen oder cloudbasierte Dienste nahtlos integrieren.
Marktstart und Preis
Für den iX3 40 gibt BMW einen kombinierten Stromverbrauch von 14,6 kWh/100 km nach WLTP an. Der Marktstart in Deutschland ist für den Sommer 2026 vorgesehen, der Einstiegspreis liegt bei 63.400 Euro. Damit ist das Basismodell um 7.500 Euro günstiger positioniert als die Allrad-Variante.
Sehr wahrscheinlich wird auch der neue i3 eine solche 40er-Variante bekommen. Wir tippen auf gut 700 km Reichweite und rund 60.000 Euro Grundpreis.








