Omoda 5 (2027): Facelift bringt mehr Platz und neue Technik

China-SUV wächst um zehn Zentimeter, bekommt ein neues Cockpit und fährt künftig als Vollhybrid oder Elektroauto vor

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Bei Omoda tut sich einiges. Nachdem die chinesische Marke gerade erst den neuen Omoda 4 für den Pariser Autosalon angekündigt hat, bekommt nun auch der größere Omoda 5 eine Überarbeitung. Das kompakte SUV wächst, erhält einen komplett neuen Innenraum und wird künftig mit zwei elektrifizierten Antrieben angeboten.

Seit Ende 2022 hat Omoda nach eigenen Angaben fast eine halbe Million Exemplare des Modells in rund 60 Ländern verkauft. Der Omoda 5 war damals das erste Fahrzeug des Chery-Konzerns, das speziell für Märkte außerhalb Chinas entwickelt wurde. Und die Änderungen fallen durchaus umfangreicher aus als bei einer gewöhnlichen Modellpflege.

Omoda 5 (2027)

Optisch orientiert sich der überarbeitete Omoda 5 stärker an den größeren Modellen der Marke. Die Front trägt schmalere Leuchten und einen weitgehend geschlossenen Kühlergrill, während das Heck mit einer neuen Lichtsignatur in Blitzform auffällt. Dazu kommen eine etwas kantigere Gestaltung und auf Wunsch eine zweifarbige Lackierung.

Der Omoda 5 wächst um satte zehn Zentimeter auf 4,54 Meter Länge. Auch der Radstand legt um zwei Zentimeter auf nun 2,63 Meter zu. Ob das spürbar mehr Platz bringt, muss der erste Test zeigen. Der Kofferraum fasst etwas mehr als 400 Liter, bei umgeklappter Rückbank sind es über 1.100 Liter. Hinter dem Lenkrad sitzt künftig ein 8,9 Zoll großes digitales Kombiinstrument, während ein 15,6-Zoll-Touchscreen die Mittelkonsole dominiert. Dazu kommen neue Ablagen, eine überarbeitete Mittelkonsole und Sitze mit integrierten Kopfstützen.

Omoda 5 2027

Kabelloses Apple CarPlay und Android Auto sind ebenso an Bord wie beheizbare Vordersitze, ein beheizbares Lenkrad und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Die höhere Ausstattung Premium ergänzt unter anderem Sitzbelüftung, ein 50-Watt-Induktionsladegerät mit Kühlung, ein elektrisches Schiebedach und eine elektrische Heckklappe.

Auch beim Einparken rüstet Omoda auf. Eine 540-Grad-Kamera kann sogar den Bereich unter dem Fahrzeug darstellen. In der Premium-Ausstattung parkt der Omoda 5 auf Wunsch selbstständig ein oder lässt sich von außen per Fernbedienung in eine Parklücke manövrieren.

Omoda 5 2027 Omoda 5 2027 Bilder von: Omoda & Jaecoo

Bei den Antrieben setzt Omoda künftig auf einen Vollhybrid und eine reine Elektroversion. Der Omoda 5 SHS kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit zwei Elektromotoren und einer kleinen 1,83-kWh-Batterie. Die Systemleistung beträgt 224 PS, dazu kommen 295 Newtonmeter Drehmoment. Geschaltet wird per einstufigem Hybrid-Automatikgetriebe, es bleibt beim Frontantrieb.

Damit beschleunigt der Hybrid laut Herstellerangaben in 7,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 175 km/h. Der vorläufige Durchschnittsverbrauch liegt bei 5,2 Litern auf 100 Kilometer. Mit seinem 51-Liter-Tank sollen theoretisch bis zu 1.000 Kilometer ohne Tankstopp möglich sein. Ein ähnliches Antriebskonzept kennen wir bereits vom Schwestermodell Jaecoo 5, der ebenfalls als Vollhybrid nach Deutschland kommt. Wer dagegen einen Stecker zum Laden sucht, muss beim Omoda 5 zur Elektroversion greifen.

Omoda 5 2027

Der Omoda 5 EV leistet 211 PS und verfügt über 288 Newtonmeter Drehmoment. Seine Energie bezieht der Elektromotor aus einer 61-kWh-LFP-Batterie, die laut Herstellerangaben bis zu 430 Kilometer Reichweite ermöglicht. Der Sprint auf 100 km/h dauert 7,2 Sekunden, bei 171 km/h ist Schluss. Geladen wird mit maximal 130 kW Gleichstrom.

Allerdings nennt Omoda für den Ladevorgang von 30 auf 80 Prozent eine Dauer von 28 Minuten. Der sonst übliche Vergleichswert von 10 auf 80 Prozent fehlt bislang. Wechselstrom lädt der Elektro-Omoda mit bis zu 11 kW; eine volle Ladung dauert rund sieben Stunden.

Mit dem überarbeiteten Omoda 5 erweitert die chinesische Marke ihr Angebot in Deutschland. Oberhalb des kompakten SUV rangiert unter anderem der Omoda 9, den wir bereits als Plug-in-Hybrid getestet haben. Und mit dem neuen Omoda 4 steht bereits das nächste Modell in den Startlöchern.

Für den neuen 5 nennt Omoda bislang weder konkrete Preise noch einen genauen Termin für den Verkaufsstart. Auch die technischen Angaben sind teilweise noch vorläufig, da die Homologation aussteht. Fest steht dagegen bereits die Garantie: Sieben Jahre oder 150.000 Kilometer auf das Fahrzeug sowie acht Jahre oder 160.000 Kilometer auf die elektrischen Antriebskomponenten und die Batterie.

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Autor: Fabian Grass