Ein neuer Maßstab in Hi-Tech für die Kompaktwagen-Klasse. So tönte es vor gut vier Jahrzehnten aus dem Prospekt für den damaligen Suzuki Swift. Inzwischen haben sich die Maßstäbe verschoben. Was damals kompakt war, ist heute klein. Und im Jahr 2024 freut man sich über jeden neuen Kleinwagen. Wirklich. Wie neu ist die siebte Generation des Swift eigentlich? Wir sind sie gefahren.
Was ist das?
Ganz eindeutig ein Suzuki Swift. Die japanische Marke hat das charakteristische Design, welches den "Neo-Swift" seit 2005 ausmacht, geschickt modernisiert. Der Kleinwagen hebt sich wohltuend von der Konkurrenz ab, eine in die Motorhaube laufende Schulterlinie oder steile A-Säulen sorgen für die besondere Note. Und im Fall der A-Säulen für eine gute Sicht.
Im Gegenzug ist der Swift mit Leergewichten zwischen 1.000 und 1.100 Kilogramm schön leicht. Respektive wahrhaft mini. Die Kombination aus exakter Schaltung mit kurzen Wegen und direkt ansprechender Lenkung vermittelt mehr Go-Kart-Feeling, als es gewisse Modelle von Mini vollmundig versprechen.
Was kostet er?
Auch im Kostenkapitel sorgt der neue Suzuki Swift für positive Eindrücke: 5,2 Liter auf 100 Kilometer standen nach unserer Testrunde auf dem Bordcomputer, eine Vier vor dem Komma sollte machbar sein. Preislich geht es auf dem deutschen Markt ab 20. April 2024 bei 18.900 Euro los. Zwar ein leichter Aufschlag zum Vorgänger, dafür ist die Serienausstattung reichhaltiger: Navi, Assistenzsysteme, darunter ein Totwinkelwarner, Rückfahrkamera und adaptiver Tempomat. Aber auch LED-Scheinwerfer und Klimaanlage.
Braucht es mehr? Eigentlich nicht. Wir würden dennoch zum "Comfort" für 20.400 Euro mit Sitzheizung und höhenverstellbarem Fahrersitz greifen. "Comfort+" (21.100 Euro) legt noch eine Klimaautomatik drauf. Schick: "Flame Orange Pearl Metallic" ist umsonst.
Wo liegt die Konkurrenz? Dacia Sandero mit 90 Turbo-PS und Vollausstattung: rund 18.000 Euro. Renault Clio mit gleichem Motor mindstens 19.550 Euro. Skoda Fabia mit 95 PS: satte 20.490 Euro an der Basis. Ein faires Angebot also, der Swift.
Fazit: 8/10
Der Mut von Suzuki, einen neuen Kleinwagen mit Verbrennungsmotor auf den Markt zu bringen, muss der Marke hoch angerechnet werden. Zumal, wenn ein derart überzeugendes Gesamtpaket dabei herauskommt. Attraktiv ist der symphatische Japaner sowohl optisch als auch preislich. So geht mini!








