Ford Nugget mit Hochdach (Update): Neue Infos zu Ausbau und Preis

Mehr Stauraum, feste Toilette und Stehhöhe von 2,09 Metern – ab rund 82.600 Euro

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Update vom 29. August 2025: Anlässlich der Premiere auf dem Caravan Salon nennt Ford nun weitere technische Details und Preise für den Nugget mit festem Hochdach. Der fest verbaute Aufbau schafft nicht nur ein längeres Bett, sondern auch eine Stehhöhe von 2,09 Metern, was im Alltag und auf Reisen von Vorteil ist.

Zur Wahl stehen zwei Grundrisse: einer mit größerem Kleiderschrank und einer mit integrierter Toilette. Die Stauraumvorteile sind beachtlich: In der Schrank-Version steigt das Volumen auf 911 Liter, bei der Version mit Toilette bleiben noch 711 Liter. Der Frischwassertank fasst weiterhin 53 Liter und die Oberschränke bieten 70 Liter Stauraum.

Ford Nugget mit festem Hochdach (2025)

Das Hochdach ist ab Werk für 2.975 Euro erhältlich. In Kombination mit dem großen Schrank liegt der Listenpreis bei 82.645,50 Euro. Die Option mit Toilette kostet zusätzlich 599 Euro. Trotz des Aufbaus bleibt das Leergewicht bei 2.820 Kilogramm, sodass sich eine Zuladung von fast 480 Kilogramm ergibt.

Zum Start wird die Hochdach-Variante ausschließlich als langer Radstand mit 5,45 Meter, einem 150 PS starken 2,0-Liter-Dieselmotor, Frontantrieb und einem Sechsgang-Schaltgetriebe angeboten. Die Anhängelast beträgt weiterhin bis zu zwei Tonnen.


Beim Camping zählt nicht nur, wo man steht, sondern auch, ob man stehen kann. Und genau hier legt Ford beim Nugget nun nach: Mit einem festen Hochdach auf dem langen Radstand des Transit Custom wird aus dem beliebten Aufstelldach-Van ein Urban Camper mit Dauerkopffreiheit.

Schon der reguläre Nugget mit Klappdach zeigte im letzten Jahr, was Ford und Westfalia gemeinsam auf die Räder stellen können: ein ausgeklügeltes Zwei-Raum-Konzept, vollwertige Küche im Heck und serienmäßige Campingausstattung. Nun folgt die Version für alle, die ihr Schlafzimmer lieber dauerhaft unter einem festen Dach wissen.

Ford Nugget mit langem Radstand (2025)

Was nach einer simplen Dachverlängerung klingt, bedeutet in der Praxis vor allem eins: Komfortgewinn. Der neue Hochdach-Nugget kommt ebenfalls in der L2-Version mit langem Radstand, unterscheidet sich aber im oberen Bereich deutlich. Statt eines aufklappbaren Zeltdachs ist nun ein fest verbautes Hochdach aus glasfaserverstärktem Kunststoff verbaut, das auch im Stand für durchgehende Stehhöhe sorgt.

Technische Details zum Innenausbau des Hochdachmodells nennt Ford bislang nicht. Es ist aber davon auszugehen, dass der Innenraum weitgehend dem Nugget L2 mit Aufstelldach entspricht. Bedeutet: ein modulares Campinglayout mit serienmäßiger Küche im Heck, wahlweise mit oder ohne Toilette, sowie zwei Grundvarianten für den Schrankausbau. Entweder ein größerer Kleiderschrank mit seitlicher Tür oder einem Modell mit höherer Arbeitsfläche und Toplader-Kühlschrank stehen zur Wahl.

Auch beim Sanitärbereich gibt es wahlweise ein fest verbautes WC mit Klappwaschbecken oder eine offene Variante ohne Badmodul. In jedem Fall bleibt das Nugget-Prinzip bestehen: hinten wohnen und kochen, vorne sitzen und schlafen. Der große Vorteil des Hochdachs liegt im direkten Zugang zum oberen Bereich, ganz ohne Auf- und Zuklappen.

Technisch bleibt alles beim Alten: Basis ist der Transit Custom mit Frontantrieb, 2,0-Liter-EcoBlue-Diesel in verschiedenen Leistungsstufen und optionaler Achtgang-Automatik. Im Hochdachmodell bleibt der Hybridantrieb außen vor - den Plug-in-Hybrid gibt es vorerst nur im kurzen Nugget. Da es vom Vorgängermodell auch eine Hochdach-Version auf kurzem Radstand gab, wird es wohl auch einen Nugget-PHEV mit Hochdach geben.

Innen sorgen dimmbare LED-Spots, USB-C-Anschlüsse und Heizluftausströmer für eine moderne Atmosphäre. Wer mag, kann den Hochdach-Nugget mit Markise, Fahrradträger oder Solarset weiter aufrüsten. Praktisch: Trotz des fest installierten Dachs bleibt die Gesamthöhe unter 2,85 Metern, was den Camper noch parkhaustauglich macht - zumindest für die oberen Etagen.

Auch andere Hersteller setzen auf den Transit Custom: Randger kombiniert im R490 Aufstelldach mit Kompaktheit, Panama zeigt mit P09 und P59+ vielseitige Raumkonzepte auf gleichem Chassis. Wer es stilvoll mag, sollte einen Blick auf den Westfalia Kipling werfen, während der Terracamper Tecamp als Offroad-Talent mit Modulausbau punktet. Weitere Ideen für kompakte Camper auf dem Caravan Salon zeigt unser Urban-Camper-Special.

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Autor: Fabian Grass