Das beliebte SUV wird digitaler, aufgeräumter und größer
"Wir haben verstanden", sagte VW-Chef Thomas Schäfer vor etwa drei Jahren und versprach, die Qualität der Wolfsburger Innenräume werde besser. Erste Vertreter der vergangenen Jahre gaben dem Mann an der Spitze recht.
Jetzt ist er da, der neue VW T-Roc und wir schauen im Detail auf den Innenraum. Von der Gesamtqualität bis zu den Materialien, der Bordtechnik und der Raumnutzung - was bietet die zweite Generation des Erfolgs-SUV?
Das Innenraumdesign des T-Roc folgt im Cockpit klaren horizontalen Linien, die den Raumeindruck optisch vergrößern. Insgesamt wurde das Layout übersichtlich und aufgeräumt gestaltet.
Die auffälligste Neuerung ist der gepolsterte Stoffbezug im oberen Bereich des Armaturenbretts. Dieser verleiht dem Innenraum einen wertigen Touch gegenüber einer Hartplastikoptik und reduziert zudem Reflexionen auf der Windschutzscheibe. Eine Blende in Aluminiumoptik gibt dem Ganzen eine sportlich moderne Note, die Ambientebeleuchtung sorgt für eine entspannte Atmosphäre. Zudem gibt es versteckte Türgriffe an den oberen Enden der Türtafeln.
Um während der Fahrt stets ausreichend im Bilde zu sein, sorgt ein neues Techniktrio im T-Roc für Informationsfluss. Vor dem Fahrer befindet sich ein 10-Zoll-Kombiinstrument, das erstmals von einem Head-up-Display unterstützt werden kann. Einstellungen und sämtliche Informationen werden auf einem 12,9-Zoll-Infotainmentsystem vorgenommen. Das Lenkrad bietet wieder physische Knöpfe.
Das Betriebssystem MIB4 bietet vereinfachte Menüs mit einer oberen Leiste für den Schnellzugriff auf die wichtigsten Funktionen, einem übersichtlichen Startbildschirm und einer unteren Leiste für eine intuitivere Bedienung. Hinzu kommen ein fortschrittlicher Sprachassistent mit integrierter künstlicher Intelligenz und die bekannten, etwas fummeligen Touch-Bedienelemente. Auf der Mittelkonsole wartet ein neuer Drehknopf zur Lautstärkeregelung.
Im neusten Sprössling des VW-Konzerns ist ein Qualitätssprung haptisch und optisch spürbar. Zusätzlich zu den Stoffbezügen auf dem Armaturenbrett wurden Soft-Touch-Elemente beispielsweise auch in den Türen eingeführt. Oberflächen, die häufigerem Kontakt ausgesetzt sind, bieten eine höhere Qualität als bisher.
In weniger sichtbaren Bereichen, wie den unteren Türverkleidungen, bleibt zwar etwas Hartplastik, aber "auch beim neuen T-Roc geht der Material-Mix größtenteils sehr in Ordnung", wie Kollege Stefan Wagner in der ersten Sitzprobe feststellt.
Wie einige andere Hersteller auch, lebt VW die Liebe zu versteckten Details weiter aus. Schon im ID. Buzz zwinkerte beispielsweise ein Smilie von Clips fröhlich zurück. Im neuen VW T-Roc tauchen in den Becherhaltern und Ablagefächern kleine Symbole auf, die Becher, Brezeln oder Eisbeutel zeigen - eine Art Easter Egg, das die Fahrgäste immer mal wieder überraschen soll.
Ein zunehmender Einsatz von recycelten Materialien ist zudem begrüßenswert: Etwa 20 Prozent der 200 Kilogramm Kunststoff an Bord stammen aus Wiederverwertungsprozessen. Insgesamt also etwa 40 Kilo.
Der Längenzuwachs von 122 Millimetern gegenüber dem Vorgängermodell führt zu mehr Beinfreiheit - vor allem in der zweiten Reihe. Hier sitzen Passagiere bis zu einer Körpergröße von 1,85 Metern bequem. Darüber hinaus könnte die leicht abfallende Dachlinie jedoch die Kopffreiheit beeinträchtigen.
Das Kofferraumvolumen steigt auf 465 Liter - das ist ein Plus von 20 Litern gegenüber dem Vorgänger. Damit rückt der neue VW T-Roc in Richtung der Klassenbesten in seinem Segment.