Bei Kia geht es derzeit Schlag auf Schlag. Kaum ein Modell, welches nicht komplett neu kommt oder ein üppiges Facelift erhält: Picanto, Sportage, Seltos, K4 und die vielen EV-Baureihen. Jetzt kommt auch ein fast vergessener Name unters Messer.
Der Kia Niro erhält ein Facelift. Eine sinnvolle Entscheidung nach gut vier Jahren auf dem Markt. Bei den Neuzulassungen von Kia rangiert der Niro in der unteren Hälfte. Das überarbeitete Crossover-Modell, das aktuell mit Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und Elektroantrieb angeboten wird, wurde gestern spät in seinem Heimatmarkt Südkorea vorgestellt.
Der Niro bekommt eine neu gestaltete Front, die sich an der Designsprache Opposites United des Herstellers orientiert, die bereits in der gesamten Modellpalette zum Einsatz kommt - vom EV2 bis zum EV9. Am Heck erhält der aufgefrischte Niro neue, abgedunkelte Rückleuchten mit einer schmalen Lichtsignatur. Sie ähneln den bisherigen Einheiten.
Optisch wirkt er schlanker und moderner, allerdings ist die markante, akzentfarbene C-Säule des Niro nun in Wagenfarbe gehalten und zudem schmaler als zuvor. Dadurch fällt der Übergang zwischen den hinteren Türen und der C-Säule weniger deutlich aus.
Im Innenraum bleibt der überarbeitete Kia Niro weitgehend beim Alten - mit einer großen Ausnahme. Das bisherige Dual-Screen-Layout wird durch das aktuelle Setup der Marke mit zwei 12,3-Zoll-Displays ersetzt, das offenbar das neue Infotainment-System der Hyundai Motor Group nutzt. Auch das Armaturenbrett ist zur Integration der neuen Bildschirme anders geformt, außerdem gibt es ein neues Lenkrad.
Zahlreiche physische Tasten sind weiterhin vorhanden - gute Nachrichten für alle, die einfache Funktionen wie die Lautstärkeregelung nicht über Menüs bedienen möchten. Kias Interieur-Designchef sagte kürzlich, dass das Unternehmen nicht auf klassische Knöpfe verzichten werde, auch wenn in neuen Modellen mehr Funktionen integriert werden.
"Es gibt bestimmte Funktionen, die man sofort finden muss, und bei denen man keine Fehler machen will - deshalb lassen wir sie physisch", sagte Jochen Paesen, Interieur-Designchef von Kia, in einem Interview mit Autocar.
Technische Details sind bislang allerdings noch nicht bekannt; Kia will diese im März nachreichen. Aktuell ist der Niro als Hybrid, Plug-in-Hybrid und EV erhältlich. Der Hybrid wird von einem 1,6-Liter-Saugbenziner angetrieben, es gibt 141 PS Systemleistung und 265 Nm Systemdrehmoment.
Der PHEV kombiniert einen 1,6-Liter-Benziner mit einem Elektromotor und einer 11,1-kWh-Batterie und kommt so auf insgesamt 180 PS (132 kW) und ebenfalls 265 Nm; die elektrische Reichweite wird mit 53 km angegeben.
Der Kia Niro EV bietet derweil bis zu 460 km elektrische Reichweite nach WLTP. Angetrieben wird er von einem einzelnen, vorn montierten Motor mit 204 hp (150 kW) und 255 Nm, während die Hochvoltbatterie 64,8 kWh Energie speichern kann.
Aktuell beginnt der Niro Hybrid in Deutschland bei 33.990 Euro, der Plug-in-Hybrid und der EV tauchen aktuell nicht im Konfigurator auf. Ein Entfall der Elektroversion ergibt Sinn, seitdem es den EV4 in ähnlicher Größenordnung gibt.








