Citroen e-C5 Aircross: Basisversion mit 157 kW kostet 42.590 Euro

Die 170-kW-Variante mit großer Batterie und bis zu 680 km Reichweite lässt noch auf sich warten.

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

Der elektrische neue Citroën C5 Aircross ist nun bestellbar. Zum Start gibt es die Basisversion mit einem 157 kW starken Frontantrieb und einer 73-kWh-Batterie. Die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 570 Kilometer. Dafür zahlt man 42.590 Euro, wenn man sich mit der Ausstattungsversion You zufriedengibt. Darüber rangieren die Varianten Plus (ab 44.590 Euro) und Max (48.590 Euro).

Als Studie wurde der Citroen e-C5 Aircross schon auf dem Pariser Autosalon 2024 vorgestellt, im April 2025 folgten Bilder der Serienversion. Wie etwa auch der Opel Grandland oder Peugeot E-3008 basiert das neue Elektro-SUV auf der Plattform STLA Medium.

Die neue Generation des Modells - die erste startete 2019 als Verbrenner und Plug-in-Hybrid - ist deutlich größer als der Vorgänger. Mit 4,65 Meter Länge hat er ähnliche Maße wie der Opel Grandland Electric. Hier eine Übersicht über die bisher bekannten STLA-Medium-Modelle (zum Jeep Compass und Lancia Gamma ist noch nichts bekannt):

  Länge Breite Höhe Radstand Kofferraum
Peugeot E-3008 4,54 m 1,90 m 1,64 m 2,74 m 520-1.480 Liter
Citroen e-C5 Aircross 4,65 m 1,90 m 1,66 m 2,78 m 565 Liter
Opel Grandland Electric 4,65 m 1,91 m 1,66 m 2,78 m 550-1.645 Liter
Peugeot E-5008 4,79 m 1,90 m 1,69 m 2,90 m 259-1.815 Liter
DS N°8 4,83 m 1,90 m 1,57 m 2,90 m 621-1.873 Liter

Optisch ähnelt der Neuling deutlich dem Citroen e-C3 und e-C3 Aircross sowie dem e-C4 Facelift. Seitlich fallen die Radausschnitte ins Auge: Sie sind eckig und weit wie bei einem Offroader, haben zudem dicke schwarze Kratzschutzleisten. Am Heck gibt es dünne rote Lichtstriche, die ebenfalls an den e-C3 erinnern:

Das Cockpit wirkt futuristisch. Das Zweispeichen-Lenkrad und das Armaturenbrett betonen die Horizontale, während der Touchscreen senkrecht eingebaut wird. Zu dem 13,6 Zoll großen Infotainment-Monitor kommt noch ein 10,25-Zoll-Instrumentendisplay. Außerdem gibt es noch ein farbiges Head-up-Display.

Rechts neben dem Lenkrad befindet sich ein Start-Stopp-Knopf. Die Modi P, N, R und D werden mit einem Schalter in der Mittelkonsole aktiviert. An physischen Bedienelementen hat Citroen nicht gespart: Es gibt vier Tasten für die vier Fensterheber und Knöpfchen zum Einstellen der Außenspiegel. Zudem finden sich unter dem Touchscreen noch fünf Tasten für die Klimatisierung.


Das Raumangebot im Fond ist bemerkenswert, schreibt Alberto Carmone von Motor1 Italien, der bereits dort Platz genommen hat. Überdies lassen sich die Sitzlehnen in der Neigung einstellen. Die Lehnen können im Verhältnis 40:20:40 umgeklappt werden - das ist praktisch, wenn man lange Gegenstände einladen will und trotzdem zwei Leute im Fond mitfahren sollen. Einen Frunk hat der e-c5 Aircross nicht, aber man kann das Ladekabel unter dem Kofferraumboden unterbringen.

Die Elektroversion gibt es in zwei Motorisierungen und mit zwei Batterien, die von den Schwestermodellen bekannt sind. Anders als diese bekommt der Citroen zumindest zum Start nur zwei Motorisierungen. Im Vergleich zum Opel Grandland Electric fehlt die 82 kWh-Batterie, im Vergleich zum Peugeot E-3008 der Allradler.

  Citroen e-C5 Aircross
Standard Range
Citroen e-C5 Aircross
Long Range
Antrieb FWD 157 kW FWD 170 kW
Akku 73 kWh 97 kWh
WLTP-Reichweite 520 km 680 km
DC-Ladezeit (20-80 %) 30 min 27 min
Max. Ladeleistung 11 /160 kW 11 /160 kW
Ladegeschwindigkeit 1,5 kWh/min 2,2 kWh/min
Reichweite-Nachladen 10,4 km/min 15,1 km/min

Die Fahrleistungen teilt Citroen noch nicht mit. Aufgeladen wird mit bis zu 11 kW bei Wechselstrom und bis zu 160 kW Gleichstrom. Ab 2026 soll es optional bidirektionale Bordlader mit 11 oder 22 kW geben. Damit kann man externe Geräte mit Strom zu versorgen. Die Rekuperation kann über Lenkradwippen dreistufig eingestellt werden; die Verzögerung beim Freigeben des Gaspedals beträgt -0,6 m/s2, -1,2 m/s2 bzw. -1,8 m/s2. Außerdem gibt es die Fahrmodi Eco, Normal und Sport, wobei sich bei den letzten beiden die Antriebsleistung reduziert. 

In Deutschland serienmäßig an Bord ist eine Wärmepumpe, welche die Reichweite um 25 km erhöhen soll, wenn die Außentemperatur unter den Gefrierpunkt sinkt. Der e-C5 Aircross bietet obendrein noch Sitz- und Lenkradheizung. Das optionale Navi erledigt auch die Ladeplanung auf längeren Strecken und schlägt die geeigneten Ladestopps vor. Dabei werden auch Tempolimits, Steigungen, Verkehr und natürlich die verfügbaren Ladestationen berücksichtigt.

Die Zellen für die 97-kWh-Batterie werden in der ACC-Gigafactory in Douvrin hergestellt. Woher die Zellen für den kleinen Akku kommen, schreibt Citroen nicht, doch beim E-3008 werden sie anfangs von BYD geliefert, später will man auf ACC umschwenken. Der Permanentmagnet-Synchronmotor mit dem internen Kürzel M4 kommt vom Joint Venture Emotors und wird bei Metz in Trémery produziert. Der Inverter schließlich wird von Stellantis selbst in Valenciennes hergestellt. Zusammengebaut wird all das im Citroen-Werk in Rennes (Bretagne).

Unter dem Strich

Da ist also das nächste STLA-Medium-Modell. Die Technik ist bekannt, die Optik leitet sich vom e-C3 ab. Überraschend ist nur, dass hier nur zwei Motorisierungen statt drei angeboten werden - aber vielleicht folgt ja noch eine. Außerdem sieh das Cockpit doch deutlich anders aus als bei den bekannten Modellen.

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Autor: Stefan Leichsenring