Due Retromobile feiert ihre 50. Ausgabe und viele Autohersteller nutzen die Gelegenheit, um sich in Szene zu setzen. Neue Modelle werden mit Fahrzeugen aus der Firmengeschichte verbunden. Citroën feiert sein großes Comeback auf der Oldtimermesse in Paris mit einem 512 Quadratmeter großen Stand.
Zum ersten Mal wird dort das Konzeptfahrzeug ELO der französischen Öffentlichkeit vorgestellt. Neben dem ELO präsentiert Citroën mehrere legendäre Konzeptfahrzeuge, die ihre jeweilige Epoche geprägt haben: 2CV A, C10, Karin, Activa 1, Xanae und C-Cactus. Der seit der ersten Messe teilnehmende Club La Traction Universelle zeigt am Markenstand erneut das einzige Traction Avant 15 6 Cabriolet, das 1976 bei der ersten Rétromobile vorgestellt wurde.
ELO (2025)
Mit ELO präsentiert Citroën ein Konzeptfahrzeug, das laut der Marke "eine mutige Vision von Mobilität zeigt und gleichzeitig auf die kreative DNA seiner historischen Konzepte zurückgreift". Vielleicht also ein neuer C3 Picasso? ELO wurde als Ideenlabor konzipiert und ist Citroëns Antwort auf neue Lebensstile: Es ist mit 4,10 m kompakt, aber dennoch geräumig und modular und bietet Platz für bis zu sechs Personen.
Es passt sich allen Verwendungszwecken an: Mobilität, Remote-Arbeit, Freizeit und Entspannung. Dieser flexible und gesellige Ansatz folgt den Spuren des Xanae (1994), einem Pionier des familienorientierten MPV-Innenraums, der für gemeinsame Momente konzipiert wurde.
Die Architektur des ELO ist zu 100 Prozent elektrisch und nutzt die Elektrifizierung, um den Platz zu maximieren und eine beispiellose Modularität zu bieten. Der zentral positionierte Fahrersitz in Kombination mit einer 180°-Panorama-Windschutzscheibe erinnert an die Kühnheit des Karin (1980) mit seiner zentralen Fahrposition und seiner futuristischen, von einem Joystick inspirierten Schnittstelle. Diese Konfiguration gewährleistet eine hervorragende Sicht und fördert gleichzeitig die Interaktion mit den Passagieren, da sich der Sitz drehen lässt, um gemeinsam zu arbeiten.
Mit seiner unverwechselbaren MPV-Silhouette interpretiert ELO das Mono-Volumen-Konzept neu und knüpft an den C10 (1956) an, der für sein unkonventionelles Design und sein außergewöhnliches Platzangebot bekannt ist.
C10 (1956)
Besonders auffällig ist der C10. Man mag kaum glauben, dass dieses Fahrzeug schon 70 Jahre alt ist. Nur Citroën traute sich 1956, ein solches Konzept mit einer so mutigen und kompakten Architektur vorzustellen. Leicht, sparsam und technisch seiner Zeit voraus, basiert sein Design auf Techniken aus der Luftfahrt. Von seinen Konstrukteuren "Wassertropfen" genannt, beeindruckte der C10 durch seine markante Silhouette. Hier gibt es mehr Details.
Karin (1980)
Pharaonen gefällt das: Karin ist ein pyramidenförmiges Konzeptfahrzeug, das vom französisch-italienischen Designer Trevor Fiore entworfen wurde. Es wurde als Styling-Studie konzipiert, um eine neue Fahrzeuglinie zu erproben und die Reaktion der Öffentlichkeit zu testen. Die Wirkung des Citroën Karin auf dem Pariser Autosalon 1980 war bedeutend. Dieses Konzeptfahrzeug der Mittelklasse verfügte über innovative Ausstattungsmerkmale wie ein elektronisches Fahrinformationsdisplay und eine Fahrzeugzustandsüberwachung. Sein auffälliges Design und die zentrale Fahrposition inspirierten das ELO-Konzept, das mehr Platz und Modularität bietet.
Activa 1 (1988)
Der auf dem Autosalon 1988 vorgestellte Activa 1 ist ein neuer Forschungsprototyp, der eine Hochdruck-Hydraulikfederung mit eingebetteter elektronischer Steuerung kombiniert. Diese Kombination von Technologien versprach große Fortschritte in Bezug auf Komfort, Handling, Fahrspaß und Sicherheit. Drei mit dem Hydrauliksystem verbundene elektronische Steuergeräte regelten Assistenzfunktionen wie Federung, Lenkung und Bremsen. Der Activa 1 war das erste Citroën-Konzept mit einem Head-up-Display und mehreren Bildschirmen und nahm damit moderne Benutzeroberflächen vorweg.
Xanae (1994)
Das auf dem Pariser Autosalon 1994 vorgestellte Konzeptfahrzeug Xanae nahm optisch den Xsara Picasso von 1999 vorweg. Der (oder die?) Xanae zeichnete sich durch sein äußerst innovatives Aussehen aus. Der Einstieg wurde durch zwei säulenlose Türen und drehbare Vordersitze erleichtert, sodass die Insassen sich gegenübersitzen konnten. Die umklappbare Rückbank mit abgerundetem Design bot außergewöhnlichen Komfort. Das im ELO weiterentwickelte Konzept der drehbaren Vordersitze verwandelte den MPV in einen echten Wohnraum.
C-Cactus (2007)
Auf der IAA 2007 stellte Citroën mit dem C-Cactus eine neue Automobilvision vor, die sich mit Umwelt- und Zugänglichkeitsfragen befasste. Dank seiner HDi-Hybridtechnologie und eines Preises, der mit dem eines Einstiegsmodells einer Familienlimousine vergleichbar war, erkundete der C-Cactus neue Designphilosophien. Er verzichtete bewusst auf nicht essenzielle Merkmale, um sich auf das Wohlbefinden der Insassen zu konzentrieren. Als eines der ersten Konzepte, das recycelte Materialien integrierte, ebnete der C-Cactus den Weg für ELO. Zumindest der Name wurde 2014 im C4 Cactus verwirklicht.
Traction Avant 15-6 Cabriolet (1939)
Die ersten 15-6-Cabriolet-Prototypen wurden 1939 gebaut, um die Traction-Avant-Reihe neben den langen Limousinen- und Familienversionen zu vervollständigen. Weltweit existieren nur drei authentische Prototypen des 15-6 Cabriolets mit Sechszylindermotor, darunter das rote Traction Avant 15-6 Cabriolet mit Sechszylindermotor, das auf der Rétromobile ausgestellt wird.
Citroën fühlt sich geehrt, dieses seltene Meisterwerk, das bereits bei der ersten Ausgabe der Rétromobile im Jahr 1976 zu sehen war, mit Unterstützung des Clubs La Traction Universelle präsentieren zu können. Nur wenige Clubs können eine Flotte von fast 3.000 Fahrzeugen vorweisen, darunter ein einzigartiges Modell, das ebenso wie die Messe ihr 50-jähriges Jubiläum feiert.








