Fiat Qubo L vs VW Caddy: 7-sitzige Raumwunder im Vergleich

Der Neue fordert den Platzhirsch heraus – zwischen Alltagstauglichkeit und Komfort

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

Stellantis schickt 2026 einen weiteren Vertreter seiner Allzweckwaffe in das umkämpfte Segment der siebensitzigen Hochdachkombis. Neu dabei ist der Fiat Qubo L, der die Plattform seiner Brüder Toyota Proace Verso, Opel Combo, Citroen Berlingo und Peugeot Rifter nutzt. Der Italiener bildet in diesem Jahr das neue Pkw-Gegenstück zum Fiat Doblo.

Wer auf der Suche nach maximaler Vielseitigkeit zu einem überschaubaren Preis ist, findet hier eine weitere Variante. Zumal die Preisgestaltung unter den Brüdern ziemlich variiert. Ins Duell geht der Fiat Qubo L gegen einen Platzhirschen: Den VW Caddy Maxi. Rein in den Nutzfahrzeugcharme, Funktionalität vor!

Exterieur

Der Fiat Qubo L sieht kaum anders aus als seine bereits genannten Brüder. Die reine Zweckmäßigkeit formte sein Blech: einfache, kantige Linien, 4,75 Meter in der Langversion. Lediglich die Front zeigt ein wenig Individualität, erinnert dennoch an den Doblo. Zu den praktischen Details zählen neben den klassischen seitlichen Schiebetüren auch die Heckklappe mit separat zu öffnender Scheibe (Magic Window), die das tägliche Beladen von Gepäck oder Kinderwagen erleichtert.

Auf der Gegenseite bleibt der VW Caddy Maxi der vertrauten Formensprache der VW-Nutzfahrzeuge treu. Mit seinem sachlichen Update zeigt er sich zeitgemäß. Auch der Caddy Maxi setzt auf seitliche Schiebetüren, die den Raum des 4,85 Meter Kasten zugänglicher werden lassen. Seine Straßenlage ist Pkw-konformer, hinter seiner Silhouette versteckt sich ein vielseitiges Konzept. Der Caddy ist ein Hybrid aus Anpacker und Freizeitler.

Modell Länge Breite Höhe Radstand
Fiat Qubo L (7 Sitze) 4.750 mm 1.848 mm 1.812 mm 2.975 mm
VW Caddy Maxi (7 Sitze) 4.853 mm 1.855 mm 1.836 mm 2.970 mm

Interieur

Der Innenraum des Fiat Qubo L zeigt sich variabel: In der Siebensitzer-Version gibt es in der zweiten Reihe drei einzeln verstellbare Sitze. Die dritte Reihe bietet zwei herausnehmbare Sitze. Insgesamt sollen sich so 144 verschiedene Konfigurationen im Italiener realisieren lassen.

Je nachdem, ob der Fokus auf dem Transport von Personen oder Gepäck liegt. Dazu kommen 27 Ablagefächer im Innenraum. Wird die Lehne des Beifahrersitzes umgeklappt, kann der Laderaum für lange Gegenstände oder Sportequipment auf bis zu drei Meter in der Tiefe wachsen.

Der VW Caddy Maxi folgt einer ähnlichen Grundidee wie klassische Vans: bis zu 7 vollwertige Sitzplätze und ein Raumangebot, das Passagieren und Gepäck je nach Konfiguration Platz lässt. Der Caddy wirkt hingegen komfortabler und mehr "hygge" wie die Dänen sagen würden (ein Wort das ein gemütliches, nettes und angenehmes Wohngefühl beschreibt).

Das Kofferraumvolumen fällt großzügig aus: von etwa 446 Liter bei voller Bestuhlung über 1.720 Liter bei ausgebauter dritter Sitzreihe bis hin zu 3.105 Liter. So kann der Familienvan auch mal für sperrige Güter genutzt werden. Die Sitze lassen sich ebenfalls vielseitig anpassen. Die hinteren Reihen können zudem einzeln umgelegt oder komplett ausgebaut werden.

Motoren

Die Motorenpalette des Fiat Qubo L ist im Prinzip die selbe wie bei seinen Brüdern. Nur Toyota setzt eigene Akzente. Ein 1,5-Liter-Turbodiesel ist mit 100 PS oder 130 PS erhältlich (letzterer nur mit Automatik), dazu kommt ein 1,2-Liter-Benziner mit 110 PS. Für alle, die lokal emissionsärmer unterwegs sein wollen und viel in der Stadt fahren, gibt es außerdem eine Elektroversion mit 136 PS - allerdings ausschließlich als Fünfsitzer.

Der VW Caddy Maxi bietet eine robuste, ausgewogene Antriebspalette: bewährte Motoren wie den 2.0 TDI in Varianten mit rund 102 oder 122 PS, teils in Kombination mit DSG und - je nach Ausführung - auch mit Allradantrieb. Zusätzlich sind Lösungen mit 1.5 Plug-in-Hybrid mit 150 PS verfügbar.

Modell Diesel Benzin PHEV Elektro
Fiat Qubo L (7 Sitze)

- 1.5 TD 100 PS

- 1.5 TD 130 PS

- 1.2 Turbo 110 PS   - 130 PS (nur 5 Sitze)
Volkswagen Caddy Maxi (7 Sitze)

- 2.0 TDI 102 PS

- 2.0 TDI 122 PS (DSG, 4Motion)

- 1.5 TSI 116 PS (DSG)

- 1.5 PHEV 150 PS DSG  

Preise

Die deutschen Preise wurden für den Fiat Qubo L noch nicht kommuniziert. Möglich ist aber, dass die Basisversion unter 22.000 Euro liegt, der 7-Sitzer bei rund 25.000 Euro. Damit würde der Italiener zu den erschwinglichsten Hochdachkombis auf dem Markt zählen.

Der VW Caddy Maxi bewegt sich dagegen inzwischen in höheren Preissphären: Die Basis startet bei 33.367 Euro, der Maxi bei 36.729 Euro. Wer vom klassischen Nutzfahrzeug-Feeling weg will, muss einiges mehr anlegen.

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Autor: Francesco Stazi